Wirtschaftliche Stimmung unter Jungunternehmern bleibt hoch – JW Rohrbach fordert trotzdem Unterstützung

Bürokratiehürden sind nur ein Faktor, warum junge Unternehmer oftmals nicht auf Wachstum setzen.
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  • hochgeladen von Annika Höller

BEZIRK. „Unsere jungen Wirtschaftstreibenden sind mit viel Motivation und hohen Erwartungen an die Bundesregierung in das Jahr 2018 gestartet“, so Andreas Höllinger, Bezirksvorsitzender der Jungen Wirtschaft. Laut einer Umfrage des market-Instituts glauben rund zwei Drittel der befragten Jungunternehmer an eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung Österreichs, wobei acht Prozent weniger optimistisch sind als bei der letzten Umfrage vom Dezember – ein leichter Dämpfer, der sich auch in der sinkenden Bereitschaft zeigt, Personal aufzustocken. Nur mehr 30 Prozent – anstatt der 41 Prozent zu Beginn des Jahres – können sich vorstellen, neue Mitarbeiter einzustellen. „Die hohe Abgabenquote ist hierbei ein großes Hindernis. Wir appellieren an die Politik, die Quote auf 40 Prozent, sowie die Körperschaftssteuer auf 20 Prozent zu reduzieren“, so Höllinger.

Welche Herausforderungen sieht der JW-Bezirksvorsitzende?

Im Bezirk Rohrbach ist es zudem schwieriger, Produkten, Dienstleistungen und Innovationen Bekanntheit zu verschaffen, um sich auf dem globalen Markt behaupten zu können. Als verbesserungswürdig wird auch die Infrastruktur betrachtet – von einer verbesserten Verkehrsverbindung mit dem Zentralraum bis hin zu einem Ausbau des Internets. Hohe Lohnnebenkosten und ein immenser bürokratischer Aufwand zählen generell in ganz Oberösterreich zu den größten Hemmschuhen, die junge Unternehmen am Wachstum hindern.

Zugang zu alternativen Finanzierungsformen erleichtern

Auf weiterhin hohem Niveau bleiben trotz den vielen Herausforderungen die Investitionspläne junger Unternehmer. Allerdings hinkt Österreich bei privaten Investitionen im europäischen Vergleich weit hinterher, da wirksame steuerliche Anreize fehlen. „Wir brauchen in Österreich endlich effektive Impulse wie einen Beteiligungsfreibetrag von 100.000 Euro, um den Zugang zu Risikokapital zu erleichtern“, erklärt Höllinger. „Nur wenn gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, können wir motivierten und innovativen Jungunternehmen OÖ als Standort schmackhaft machen und damit auch für die Regionen einen Mehrwert erzielen.“

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