Zuwachs bei Heumilch aus dem Mühlviertel

Heumilchbauer Günter Pötscher aus Piberstein mit Arge Heumilch-Obmann Karl Neuhofer.
  • Heumilchbauer Günter Pötscher aus Piberstein mit Arge Heumilch-Obmann Karl Neuhofer.
  • Foto: Foto: Arge Heumilch
  • hochgeladen von Evelyn Pirklbauer

AHORN. Die Heumilch bekommt Zuwachs im Mühlviertel. Zu den neuen Heumilchbauern gehören Günter Pötscher und Bettina Schuster aus Piberstein. Für die beiden ist das Dauergrünland rund um ihren Hof ideal für Heumilchwirtschaft. „Ich will Milch mit einer besonderen Qualität herstellen, die Konsumenten gerne kaufen“, sagt Pötscher, der unter anderem in ein neues Heulager investiert hat. „Wir freuen uns, neue Heumilchbauern im Bezirk Rohrbach in unserem Kreis begrüßen zu dürfen“, sagt Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch Österreich. „Die Mühlviertler Bauern haben sich entschlossen, zur traditionellen und ursprünglichen Form der Milcherzeugung zurückzukehren.“ Weitere Landwirte hätten bereits Interesse bekundet, auf Heumilchwirtschaft umzusatteln. „Wir führen bereits vielversprechende Gespräche“, weiß Neuhofer, der selbst passionierter Bio-Heumilchbauer ist.

Günter Pötscher sieht einen zentralen Vorteil der Heumilch in der artgerechten Fütterung der Tiere: „Der Magen der Kuh ist ein komplexer Organismus, der von Anfang an viel Raufaser im Futter braucht. Heu und Gras erfüllen diese Anforderung. Die Kühe werden widerstandsfähiger, gesünder und älter.“ Im naturbelassenen Mühlviertel finden die Heumilchkühe auf den Wiesen und Weiden viele verschiedene Gräser und Kräuter als Futter vor. „Der Artenreichtum ist eine wichtige Grundlage für die hohe Qualität der Heumilch“, erklärt Pötscher. Und nicht nur die Kühe sind vom Trend zur Heuwirtschaft angetan, auch den Nachbarn von Günter Pötscher und Bettina Schuster gefällt’s: „Unsere Nachbarn lieben den Geruch des duftenden Heus im Sommer und schätzen die gepflegte Landschaft.“

Spezialitäten aus Heumilch
Heumilch ist der ideale Rohstoff für die Käseherstellung: Aufgrund der erstklassigen Qualität kann beim Käsen auf jegliche Zusatzstoffe verzichtet werden. Und wegen ihres sehr guten Geschmacks findet die Heumilch auch als Trinkmilch großen Anklang.

Über die Heumilch
Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung: Die österreichischen Heumilch-Kühe ernähren sich im Sommer von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen, im Winter kommt Heu und mineralstoffreicher Getreideschrot in den Trog. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt mehr als 8.000 Heumilchbauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer eins bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent.

Autor:

Evelyn Pirklbauer aus Rohrbach

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