23.05.2017, 09:28 Uhr

Reinhold Aumaier veröffentlicht neues Buch "Schneck-Sekunde"

Reinold Aumaiers neues Buch heißt "Schneck-Sekunde".
LEMBACH (anh). "Zermürbteig" wäre der ursprüngliche Untertitel zu Reinhold Aumaiers neuem Werk gewesen. "ZeitGutschrift" ist es letztendlich geworden. Und irgendwo zwischen dem Gedanken-Wälzen, Sinnieren, Tagträumen und Sich-Zeit-zum-Nachdenken-Nehmen ist das Buch auch angesiedelt. Ein innerer Monolog oder eine Anleitung zum Luftschlösser-Bauen, wenn man so will. Zwischen rapider Schrecksekunde und langsamer Schnecksekunde, zwischen Raserei und Entschleunigung. Geistesblitze schnellen an manchen Stellen wie ein Boomerang hinaus ins Universum, in den Makrokosmos, um im nächsten Fragment wieder zurück zu kommen ins Alltägliche, ins Simple, ins Mikroskopische. Wie bei einem Mosaik stehen so einzelne Sequenzen für sich alleine, sodass der Leser theoretisch die Seite, an der er zu lesen beginnt, willkürlich auswählen könnte, zusammengefügt ergeben sie dann ein Ganzes – in diesem Fall eben ein 170-seitiges Werk. Improvisatorisches Schreiben par excellence.

Wie eine Flaschenpost

Zwischen den Zeilen verstecken sich immer wieder "Lese- und Hörerlebnisse", die den Autor selbst im Laufe seines Lebens geprägt haben. Kulturgut – von den Rolling Stones bis zu Wagner – in Buchform weiterzugeben und so andere zum Lesen oder Hören zu animieren, ist für ihn – nach dem direkten Kontakt – die zweitbeste Lösung. "Es ist ein bisschen wie bei einer Flaschenpost", sagt Aumaier, "da weiß man auch nie genau, bei wem es und in welcher Form es ankommt." Mit dem Buch will der Autor den Menschen zudem Mut machen, sich so zu zeigen, wie sie wirklich sind – ungeschminkt, die Maske zur Seite gelegt. "Sie sollen keine Angst vor anderen, Fremden, haben, aber auch nicht vor sich selbst." Ein Plädoyer für Authentizität und Offenheit also. Das Buch ist das Ergebnis einer einjährigen Schreibarbeit. Die Ideen zu seinen Texten kommen Aumaier sowohl im Alltag als auch wenn sich innerer Stress und Ruhelosigkeit ausbreiten. Zum Gedanken-Ordnen oder "Auspapierln", wie er es beschreibt, kehrt er dann an den Schreibtisch zurück. Erschienen ist das Buch im Mitter-Verlag und ist sowohl beim Verlag als auch beim Autor erhältlich.
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