11.04.2017, 09:36 Uhr

Für ältere Patienten gibt es bald zusätzlich eine Tagesklinik

Im Departement für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR) (Foto: Foto: gespag)
BEZIRK. Eine für die Zukunft wesentliche und notwendige Anpassung der Entwicklung des Landeskrankenhaus Rohrbach ist die Errichtung einer akutgeriatrischen Tagesklinik zusätzlich zum Department für Akutgeriatrie und Remobilisation. Ein entsprechendes Konzept zur Bewilligung wurde auch bereits an die Abteilung Gesundheit des Amtes der oberösterreichischen Landesregierung gestellt und wird dort grundsätzlich befürwortet.

Demografie braucht neue Möglichkeiten

„Aufgrund der absehbaren demographischen Entwicklung gewinnt die Betreuung, Behandlung und Remobilisation von Menschen höheren Lebensalters zunehmend an Bedeutung“, sagt Oberarzt Wolfgang Tenschert. Er ist medizinischer Leiter des Departements für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR). „Um diese zukünftigen Veränderungen rechtzeitig adäquat bewältigen zu können, ist die Einrichtung einer Tagesklinik für ältere Menschen unabdingbar“, sagt Tenschert, der als Facharzt für Innere Medizin auch Zusatzausbildungen in den Bereichen Geriatrie, Gastroenterologie und Hepatologie hat.

Spitalsaufenthalt verkürzen

Mit einer akutgeriatrischen Tagesklinik können Patienten untertags von einem multiprofessionellen Team individuell behandelt werden. Hinzu kommt der Vorteil, dass sie im gewohnten familiären Umfeld bleiben können und trotzdem eine weitergehende Unterstützung und Therapie in Anspruch nehmen können. „Wesentliche Ziele sind dabei die Vermeidung oder Verkürzung eines Spitalsaufenthaltes, die Sicherstellung eines therapeutischen Effekts im Anschluss an eine stationäre Behandlung sowie die Verbesserung der Selbstständigkeit und die Steigerung der Lebensqualität“, beschreibt Diplomkrankenpfleger Theo Kellermann-Pfoser, pflegerischer Leiter des Departements für AGR.

Spezielles Team ist da

„Den Patienten steht damit die Betreuung durch ein spezialisiertes Team zur Verfügung: Fachärzte, Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopädinnen, Psychologinnen und Diätologinnen arbeiten zum Wohl der Patienten“, sagt Kellermann-Pfoser. „Eine professionelle medizinisch-geriatrische Diagnostik sowie Therapie durch individuelle Programme, unter anderem in den Bereichen Herz-Kreislauf, Stoffwechsel- und rheumatische Erkrankungen, Schmerztherapie, Immobilität nach Stürzen und Brüchen, ist somit gesichert“, erklärt Wolfgang Tenschert. Das vorrangige Ziel des Behandlungsteams ist es, den Patienten zu helfen, am Leben wieder aktiv teilnehmen zu können.
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