28.11.2016, 10:13 Uhr

So wirkt die Sauna auf den Körper

Wer schon bei leichter körperlicher Aktivität Herzflattern hat, sollte nicht in die Sauna gehen. (Foto: Foto: panthermedia.net/Kzenon)
BEZIRK. Für die Sauna spricht nicht nur der Wohlfühlfaktor, auch medizinisch kann ein Saunagang – richtig angewendet – positive Auswirkungen haben. „Die Temperatur im Körperinneren steigt, dadurch werden die Abwehrzellen des Körpers aktiviert, die Blutgefäße erweitern sich, die Atem- und Herzfrequenz werden erhöht, die Muskeln entspannen sich“, fasst Primar Anton Ebner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am LKH Rohrbach die positiven Auswirkungen zusammen.

Immunsystem aktivieren

Durch den Wechsel von kalt und warm wird das Immunsystem aktiviert. Das kann vor Erkältungen und Infekten schützen. Außerdem wird durch den Wechsel von kalt zu warm auch der Kreislauf stabilisiert. Positiv wirkt die heiße Luft auch auf die Durchblutung der Schleimhäute. „Bei Problemen mit den Bronchien, können regelmäßige Saunabesuche Linderung bringen“, erklärt der Mediziner. Ebenso kann die Sauna den Genesungsprozess bei chronischer Bronchitis, Arthrosen und Durchblutungsstörungen beschleunigen. "Bei akuten Asthmaproblemen ist allerdings von einem Saunabesuch abzuraten, ansonsten können Asthmatiker von der Sauna profitieren, weil durch die Entspannung der Bronchialmuskulatur ein besseres Durchatmen möglich ist.“

Saunieren bei Akne

Auch bei Akne ist ein Saunabesuch empfehlenswert: „Die Wärme fördert die Durchblutung der Haut, durch vermehrte Schweißproduktion wird die Haut gereinigt.“ Schwangere und Kinder können ebenfalls in die Sauna gehen – vorausgesetzt es bestehen keine gesundheitlichen Probleme. Besonders wichtig ist es, nach dem letzten Saunagang reichlich zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust ausreichend auszugleichen. Empfohlen werden Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte.

Vorsicht bei Fieber!

Hingegen warnt Ebner vor einem Saunagang, wenn akute, fieberhafte Erkrankungen vorliegen, bei Entzündungen von Organen oder Blutgefäßen, Thrombosen, Krampfadern, Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Leber- sowie Nierenproblemen. „Wer bereits bei leichter körperlicher Aktivität Herzflattern bekommt, sollte nicht in die Sauna. Das gilt auch für Herzinfarkt-Patienten. Wer leichte Herzprobleme hat, sollte auf jeden Fall vor dem ersten Saunabesuch den Hausarzt dazu befragen“, sagt der Internist. "Bei Unsicherheiten und Fragen wenden Sie sich vor einem Saunagang an den Hausarzt", rät Ebner.
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