10.11.2016, 09:25 Uhr

„Das Kommende ist das Spannendste“

Der Haslacher Bildhauer Markus Hofer liebt das Experiment. Seine Skulpturen und Werke sind in vom 12. November bis 10. Dezember in der Galerie im Gwölb ausgestellt. Eröffnung am 11. November, 19.00 Uhr (Foto: privat)
Markus Hofers künstlerische Ideen kommen aus dem Alltag. Aktuell stellt er im Gwölb aus.

KIRCHBERG, HASLACH (hed). Der Bildhauer Markus Hofer (39) liebt das Experiment. „Im Prinzip arbeite ich immer an der nächsten Skulptur, darum geht es eigentlich. Alles, was gemacht ist, freut mich zwar, es ist aber auch schon wieder vorbei. Das Kommende ist immer das Spannendste.“ Anregungen für seine Objekte kommen aus dem Alltag und spontan. „Ich sehe etwas, lese einen Satz oder ein Wort. Das bringt mich auf einen Gedanken, dem ich nachgehe“, erklärt der Haslacher. Auch im Arbeitsprozess kann etwas entstehen. „Auch missglückte Experimente bringen einen auf neue Ideen, ebenso Orte und Situationen“. Mit ein Grund, warum er gerne durch die Welt tourt.

Skulptur in Sydney
Nicht nur für seine Ausstellungen: „Ich habe vor zwei Wochen eine große Skulptur in Sydney aufgebaut, aktuell bereite ich eine Ausstellung in Bordeaux vor.“ Gerne kommt er zurück ins Mühlviertel, wo er in seinem Elternhaus sein Atelier hat. „Dort finde ich Geborgenheit und Muse für konzentriertes Arbeiten.“ Begonnen hat er mit der Bildhauerei ja in der Werkstätte des Vaters. „Ich wollte schon als Kind Bildhauer werden. Ich habe geschnitzt und in unserer Werkstatt gearbeitet“. Richtig begonnen hätte alles mit dem Eintritt in die Bildhauer-Fachschule in Hallstatt. Geprägt habe ihn das Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Gironcoli sowie die Mitarbeit bei vielen Bildhauern und Künstlern. Sehr intensiv hat er sich mit alten Handwerkstechniken beschäftigt.

Immer neue Techniken
Welche Techniken er bevorzugt? „Ich probiere immer Neues aus“. Neben Holz und Stein verwendet er oft Metall, Keramik und Gips. Auch Kunststoffe und Glas kommen zum Einsatz. “Ich gehe nicht vom Material aus, sondern suche je nach Idee die geeigneten Mittel zur Umsetzung“. Wertvoll war seine zwanzigjährige Freundschaft mit dem Kirchberger Maler Sepp Wimmer. „Wir haben uns 1996 das erste Mal getroffen. Es war gerade am Anfang sehr wichtig für mich, mit jemanden über meine Pläne und Ideen diskutieren zu können“, erzählt Markus Hofer: „Sepp hatte da immer offene Ohren für mich“.

Gemeinsame Ausstellung
Sie planten schon lange Zeit eine gemeinsame Ausstellung. “Wir haben das aber immer nach vorne verschoben. Leider ist er 2014 verstorben“, bedauert Hofer. Mit der aktuellen Ausstellung in der Galerie hole er diese Möglichkeit nun nach: „Ich schätze seine Arbeiten sehr und freue mich, nun unsere Arbeiten in einer Ausstellung zusammenzubringen, gewissermaßen eine Fortsetzung unseres Dialogs“, freut er sich.

Zur Sache:
DOPPEL-Ausstellung: Markus Hofer und Sepp Wimmer
Eröffnung am 11. November, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 10. Dezember
Öffnungszeiten: Freitag, 16 bis 18 Uhr und Samstag, 10 bis 12 Uhr.
Markus Hofer (geb. 1977 in Haslach) und Sepp Wimmer (geb. 1925 in Linz, gest. 2014 in Kirchberg/Donau) verband eine fast 20-jährige Künstlerfreundschaft.
In der Ausstellung "Doppel" in der Galerie im Gwölb in Haslach sind nun einige Werke der beiden zu sehen.
1
1
2
1
1
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.