15.09.2014, 10:11 Uhr

Sozialmarkt in Aigen-Schlägl eröffnet

Sozialmarkt-Leiterin Elisabeth Bramel, Wilbirg Mitterlehner, Bürgermeister Herbert Kern und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Klaus Klopf. Letzterer stellte sich mit einer Spende von 700 Euro ein.
AIGEN-SCHLÄGL. Im ehemaligen Daily-Geschäft ist seit kurzem der erste Sozialmarkt des Bezirks untergebracht. Dort können Menschen mit wenig Geld jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr einkaufen. Karten, die zum Einkaufen berechtigen, sind auf den Gemeindeämtern erhältlich. "Wir freuen uns, durch den Sozialmarkt 24 neue freiwilige Mitarbeiter dazugewonnen zu haben", sagte Bezirkshauptfrau und Rotkreuz-Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner bei der Eröffnung. Sie dankte vor allem den Dienstführer der Rotkreuz-Stelle Aigen-Schlägl, Erich Leitenmüller. Er hat den 200 Quadratmeter großen Markt in vielen Arbeitsstunden als Sozialmarkt adaptiert. 44 Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Laden läuft. Die Lager sind gut gefüllt – dank der Aktion "Nimm eins mehr, schenk es her", die vor kurzem vor Supermärkten durchgeführt wurde.
Der Markt ist gut gestartet, am ersten Verkaufstag besuchten 41 KundInnen den Markt zum Einkaufen.

Gemeinde unterstützt Markt
Mit einem Geschenk hat sich auch Bürgermeister Herbert Kern eingestellt: "Der Gemeindevorstand hat beschlossen, den Betrieb des Sozialmarktes bis 31.12.2015 monatlich mit 150 Euro zu unterstützen."

Bedarf ist da
Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger betonte, dass der Bedarf für diesen Markt gegeben sei. "Gerade alleinerziehende Mütter, Alleinstehende oder Migranten können dadurch ein Leben in Würde und Eigenständigkeit führen, ohne auf Almosen angewiesen zu sein." In Oberösterreich haben 2013 mehr als 7000 Personen ihren Wocheneinkauf in einem der 15 Sozialmärkte, die es im Land gibt, getätigt. "Diese Zahl lädt zum Nachdenken ein", sagte Aichinger.

Rotkreuz-Pfarrer Paulus Manlik segnete den Markt und lobte die soziale Verantwortung, die damit übernommen wird. "Im Sozialmarkt ist all jenes nicht da, das nicht unbedingt gebraucht wird. Er ist für Menschen, bei denen am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist. Damit sie jene Dinge, die sie zum Leben brauchen, bekommen."

Zur Eröffnung stellten sich der Sorpotimistinnen Club Rohrbach und der Rotary Club mit einer Spende von 1000 Euro ein.
Klaus Klopf, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mühlviertel West übergab einen Gutschein im Wert von 750 Euro. Das Geld soll für eine Jause für die freiwilligen Mitarbeiter verwendet werden.
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