27.10.2016, 16:03 Uhr

17 Arbeitseinsätze in zehn Jahren!

Beladung eines LKW-Hilfstransportes im Krankenhaus Rohrbach. (Foto: privat)
Das Hilfsprojekt im Verein „HiKöDe“ hat unglaubliche Dimensionen angenommen.

BEZIRK (alho). So wie die meisten großen Dinge klein anfangen, so war es auch beim Verein HiKöDe (Hilfsprojekt Königsfeld Deutsch Mokra): „Als ich im Jahr 2006 in Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus Rohrbach, der OÖ. Landlerhilfe und der Rumänienhilfe Gunskirchen den ersten LKW-Hilfsgütertransport und den ersten Arbeitseinsatz organisierte, ahnte ich nicht, welche Dimensionen diese Aktion bekommen wird“, blickt Vereinsobfrau Martha Reiter aus Putzleinsdorf auf ein erfolgreiches Jahrzehnt zurück. In den letzten zehn Jahren wurden in sieben Ländern 17 Arbeitseinsätze unternommen und 46 LKWs mit 512 Tonnen Hilfsgütern auf Reisen geschickt. Dies bedeutete gleichzeitig unzählbare Stunden und Handgriffe freiwilliger Helfer. Mit dieser Bilanz hat der Verein auch aufgrund des Jubiläumsjahres mehrfachen Grund zu feiern.

Einsatzgebiet vergrößert
„Wir, das sind viele Privatpersonen, sammelten zunächst zwei Jahre im Krankenhaus Rohrbach im Schutzraum Hilfsgüter. Für ein Jahr stellte 2008 Josef Reiter, Festwirt aus Putzleinsdorf, eine Lagerfläche in Lembach zur Verfügung. Anschließend erklärte sich Elisabeth Smetschka für drei Jahre bereit, die ehemalige ‚Smetschkaschmiede‘ als Lager zur Verfügung zu stellen. 2012 übersiedelten wir nach Putzleinsdorf, Ebrasdorf 1, in das Anwesen von Hans Falkinger und seiner Tochter Sabrina, wofür wir sehr dankbar sind. Kleine ‚Außenlager‘ sind zudem in Ulrichsberg, Hofkirchen, Waldkirchen/Wesen und Micheldorf entstanden“, berichtet Reiter und ergänzt: „Inzwischen vergrößerte sich auch unser Einsatzgebiet: ursprünglich war es die Ukraine, jetzt versorgen wir auch Rumänien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Kosovo und Mazedonien. Unsere Helfer und Gönner sind in ganz Oberösterreich und über die Grenzen hinaus bis Salzburg, von Essen bis Wien, zu Hause.“

Erster Montag im Monat
Die Hilfsgütertransporte wurden vorwiegend für Krankenhäuser, Altenheime, Schulen, Einrichtungen für beeinträchtigte Menschen und viele Familien durchgeführt, aber auch bei der Hochwasserhilfe in Serbien wurde geholfen. Drei Patenschaftsfamilien in der Ukraine werden monatlich mit 20 Euro unterstützt, daneben gab es zahlreiche Unterstützungen für Operationen, Medikamentenkauf etc. Jährlich beteiligt sich der Verein am Weihnachtsmarkt in Hörbich sowie am Flohmarkt in Gunskirchen und Passau. Sammelzeit ist jeden ersten Montag im Monat von 18 bis 19 Uhr im Lager Ebrasdorf (Putzleinsdorf). Die nächste Reise mit LKW-Hilfstransport geht im September nach Tjachiv in den ukrainischen Waldkarpaten. Das Motto lautet: Wir leben Solidarität; Devise: Hilfe zur Selbsthilfe. Symbol: Die Brücke vom Westen in den Osten, vom Osten in den Westen.
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