30.11.2016, 09:32 Uhr

Auf Sprachurlaub in der Heimat

Maria Leibetseder lebt in der Provence. Im Bild haben ihre Brüder Bernhard und Peter sie besucht. Im duftenden Lavendelfeld wurde dieses Foto gemacht. (Foto: Foto: privat)

Maria Leibetseder arbeitet in Frankreich im Umweltschutz. Bis Februar ist sie wieder im Land.

ALTENFELDEN (bayr). Maria Leibetseder, eine gebürtige Altenfeldnerin, lebt seit 2000 in Frankreich. Nachdem sie das Studium Sport und Französisch abgeschlossen hat, war sie ein Jahr an einer Schule in Linz tätig. Schließlich ist sie nach Frankreich gegangen und hat sich dort selbständig gemacht. Ihre Firma heißt "air-#+innovation" und ist im Umweltschutz aktiv. Leibetseder verkauft Tonminerale zur Abgasreinigung an Industriebetriebe. Zu ihren Kunden gehören Müllverbrennungsanlagen oder große Stahlwerke in Frankreich, Deutschland und Italien. "Anfangs war es nicht leicht, in dieser Männerdomäne bestehen zu können. Da hat mir geholfen, dass ich mit sechs Brüdern aufgewachsen bin und gelernt habe, mich durchzusetzen", sagt die Auswanderin.

Rückkehr auf Zeit

Nun ist die 45-Jährige mit ihrer Familie einige Monate ins Mühlviertel zurückgekehrt. Der Grund dafür: "Ich möchte, dass meine Tochter Lucia die Sprache lernt – auch den Mühlviertler Dialekt", sagt Leibets-#+eder. Im Kindergarten Kirchberg funktioniert das hervorragend. In Frankreich hingegen haben sich in den Sprachschatz des Mädchens schon viele französische Wörter eingeschlichen, obwohl zuhause Deutsch gesprochen wird. Die Rückkehr in die Provence ist Ende Februar geplant. "Ich vermisse schon jetzt die Sonne von dort", sagt sie, "Nebel und graue Tage gibt es in der Provence nicht, stattdessen duftende Lavendelfelder und 365 Tage im Jahr Sonnenschein." Leibetseder hat an ihrem neuen Lebensmittelpunkt eine Ferienwohnung und möchte nach der Rückkehr auch Fastenwanderungen anbieten. "Man kann sich dort perfekt vom Duft des Lavendels ernähren", sagt sie.

Schneereicher Winter?

"Aber jetzt freuen wir uns erstmal auf einen schneereichen Winter in Österreich", hofft die Unternehmerin. Was sie aus dem Mühlviertel vermisst, wenn sie in Südfrankreich ist: "Ein bisschen die österreichische Mentalität – im Mühlviertel sind die Leute viel geradliniger", sagt sie. Auch fehlen ihr Neuburger und die breite Auswahl an Wurstwaren, die man bei uns kennt. Aber: "Die kulinarische Kultur der Franzosen ist schon sehr grandios." Typisch ist in Frankreich, dass die gesamte Familie mindestens zweimal am Tag zusammensitzt und gemeinsam isst oder zuvor mitsammen kocht. Im Gegensatz zu Österreich gibt es in Frankreich aber kein Vereinsleben: "Ein großes Fest – wie das Oktoberfest in Altenfelden – gemeinsam und ehrenamtlich zu organisieren, das wäre dort undenkbar", berichtet sie aus ihrer zweiten Heimat.

Vor Strahlen schützen

Den Weihnachtsmarkt in Altenfelden am Samstag, 3. Dezember, nutzt sie, um ehemalige Freunde zu treffen und um selbst mit ihren Produkten vertreten zu sein. Ihr Stand wird vor dem Büro ihres Bruders Bernhard sein. "Mein zweites Standbein sind Innovationen, um sich dauerhaft vor Mobilfunkstrahlen zu schützen oder um Wasser zu beleben", berichtet Leibetseder. Ihre Mission: "Wir müssen uns und gerade unsere Kinder, die nichts dafür können, vor E-Smog schützen."

Zur Sache:
Mehr über Maria Leibetseder finden Sie auf www.air-innovation.fr.oder www.waveex.com
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