14.10.2014, 18:00 Uhr

Gemeinsame Gemeinde

Was räumlich zusammengewachsen ist, soll jetzt auch als eine Gemeinde auftreten: Rohrbach-Berg. (Foto: Foto: Madlmayr)

Am Sonntag, 19. Oktober, wird in Rohrbach und Berg abgestimmt, ob die beiden Gemeinden fusionieren.

ROHRBACH, BERG (wies). In die heiße Phase geht derzeit die Abstimmung über die Fusion von Rohrbach und Berg. Vehemente Gegner aus Berg versuchen mittels einer Broschüre und eines Postwurfes die Wähler in der Gemeinde für ein "Nein" zu mobilisieren. "Ich halte dieses Schreiben nicht für objektiv", sagte VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. Er war Festredner bei der letzten öffentlichen Informationsveranstaltung. "Die Punkte, die darin aufgeführt sind, sind an den Haaren herbeigezogen", sagt die Gerlinde Stöbich, die externe Projektberaterin. Vor der Abstimmung will sie nicht weiter auf die Schreiben reagieren, man müsse sich das Ganze aber rechtlich sicher noch genauer anschauen, so Stöbich. Nichtsdestotrotz ist nicht nur sie, sondern auch der Lenkungsausschuss überzeugt, dass eine Fusion der beiden Gemeinden sinnvoll ist.

Kräfte bündeln
"Wir können die Kräfte bündeln und den Bezirksmittelpunkt weiter stärken", sagt Bergs Bürgermeister Josef Pernsteiner. Gerade im Hinblick auf eine gemeinsame Raumordnung sieht er große Vorteile: "Durch eine gemeinsame Planung können wir der Grundknappheit im Stadtgebiet entgegenwirken, den Kleinwohnhausbau im Gebiet von Berg fördern und so Zersiedelung und Widmungsfehler vermeiden." Berg und Rohrbach seien im Falle einer Fusion keine Konkurrenten mehr, wenn es um die Ansiedelung neuer Gewerbebetriebe gehe. "Ein gemeinsamer Flächenwidmungsplan bringt auch mit sich, dass die Kosten reduziert werden", sagt Pernsteiner.
Eine gemeinsame Abwasserentsorgung und Kanalplanung sind ebenfalls von Vorteil. Zudem könne man miteinander am Verkehrskonzept arbeiten und das Fuß- und Radwegenetz verbessern. "Als eine Gemeinde sind auch die Entscheidungswege künftig schneller", sagt Ausschuss-Obmann Andreas Lindorfer.
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