26.06.2017, 13:36 Uhr

Im Hilfseinsatz tödlich verunglückt

Josef Sageder verstarb im 69. Lebensjahr. (Foto: Foto: privat)

Der Landwirt und sechsfache Familienvater Josef Sageder starb am 16. Mai in Rumänien.

PFARRKIRCHEN (bayr). Am 16. Mai 2017 verunglückte Josef Sageder in der Nähe von Cluj (Rumänien). Er wurde beim Queren der Straße von einem Auto erfasst und war auf der Stelle tot. Der 68-jährige Landwirt aus Atzgersdorf war bei zwei Hilfsvereinen aktiv. Für Hiköde und die Rumänienhilfe wollte er Hilfsgüter ausliefern helfen.

Faszination "Osten"

Das eigentliche Ziel der achtköpfigen Gruppe, die mit zwei Fahrzeugen unterwegs war, sollte Moldawien sein. Den Transport wollten sie zugleich mit einer Reise verbinden und auf dem Weg dorthin einige Sehenswürdigkeiten besichtigen. "Die Unterstützung Schwächerer war ihm immer ein Anliegen", sagt Tochter Elisabeth. Der Osten hätte ihn immer sehr fasziniert. Seine Familie ist nach wie vor geschockt über den plötzlichen Tod. Sageder hinterlässt seine Frau Anna sowie sechs Kinder und neun Enkelkinder. "Wir haben noch keine Obduktionsergebnisse und keinen Polizeibericht. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt", heißt es von den Angehörigen.

Vorsichtiger Mensch
"Unser Papa war immer vorsichtig", versteht sie nicht, warum ihr Vater so tragisch ums Leben kam. "Wenn es zum Heu einbringen war, war er immer bedacht, dass ja die Kinder nicht auf der Straße sind und jemand gut auf sie aufpasst. Darum ist es uns jetzt umso unerklärlicher, warum er von einem Auto erfasst wurde." Am 22. Mai wurde Sageder unter großer Anteilnahme in Pfarrkirchen zu Grabe getragen. Er war Biobauer der ersten Stunde und Jahrzehnte lang Mitglied im Musikverein.

Die Erinnerung bleibt
Seiner Familie sowie seinen sechs Geschwistern bleibt nur die Erinnerung an einen besonderen Menschen. "Er hat immer jene gesehen, die sich nicht so in den Vordergrund gedrängt haben. Er hat sich auf die Seite der Schwächeren gestellt", erinnert sich Elisabeth Sageder. Zudem war der Bio-Landwirt bescheiden, genügsam und ein gemütlicher Mensch. Die Natur war ihm stets wichtig. Gerne hat er mit dem Gucker Tiere beobachtet oder Naturheilkunde-Experimente gestartet oder war in Böhmen unterwegs. "Wir vermissen seine gesellschaftliche Art, das Zamsitzen, das ihm immer sehr wichtig war und seine Gelassenheit", sagt die Tochter. Gerade jetzt, wenn die Großfamilie wieder am Hof zusammenkommt. Das sei immer seine Sache gewesen: "Je mehr Leute da waren, umso mehr hat es dem Papa gefallen", sagt sie.
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