13.03.2017, 07:35 Uhr

Klares "Ja" zur Umfahrung Peilstein

Das Projekt Umfahrung Peilstein wird auch vom neuen Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) für "dringend" angesehen.

Geht es nach Landesrat Günther Steinkellner, rollen 2019 oder 2020, die Bagger für die Umfahrung Peilstein an.

PEILSTEIN. Neuer Landesrat – neue Bewertung: Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) hat die Umfahrung Peilstein noch einmal objektiv geprüft und ist zu dem Schluss gekommen: "Ja, Peilstein braucht dringend eine Umahrung. Mit dem Bau wollen wir noch in dieser Legislaturperiode beginnen." Das bekräftigte Steinkellner bei einem Kurzbesuch in Peilstein.

10 Millionen-Euro-Projekt

Zehn Millionen Euro sind für das Straßenbauprojekt notwendig. Geplant sind zwei Bauetappen, die auf Wunsch von Bürgermeister Franz Lindinger unmittelbar aufeinander folgend gebaut werden gebaut werden sollen. "Wenn möglich bauen wir sie Zug um Zug. Als erster Abschnitt ist die Verlegung der B38 im Norden des Ortskerns vorgesehen. Im zweiten Abschnitt wird die Straße an den Rand des Hehenberger-Betriebsareals verlegt und mittels Kreisverkehr in die B38 eingebunden", erläutert Steinkellner. Baubeginn soll 2019, allerspätestens 2020 sein. Vorausgesetzt, das Budget ist vorhanden, die Grundeinlösungen für die geplante Trasse funktionieren ohne Probleme und die wasserrechtliche Bewilligung gibt grünes Licht für den Bau.

Pestgräber dokumentieren

Eine Lösung muss auch mit dem Denkmalamt noch gefunden werden. Die Pestgräber, die sich unter der neuen Trassenführung befinden, müssen freigelegt, dokumentiert und wieder zugeschüttet werden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das Projekt in den nächsten zwei Jahren zur Baureife bringen", so Steinkellner.

Kreisverkehr Oepping

Von einem baureifen Projekt kann man beim Kreisverkehr Grillkreuzung (Gemeinde Oepping) noch lange nicht sprechen. "Nach derzeitiger Stellungnahme der Sachverständigen ist ein Kreisverkehr nicht notwendig", sagte der Infrastruktur-Landesrat und verspricht: "Aber wir werden uns bis zum Sommer alle geforderten Kreisverkehre in Oberösterreich mit einem objektiven Modell noch einmal anschauen und dann entscheiden." Denkbar wäre als kurzfristige Lösung die Verordnung einer 70er-Beschränkung.

Objektives Prüfverfahren

Klar festhalten will Steinkellner an diesem objektiven Prüfverfahren: "Einen Kreisverkehr bekommt nicht, wer am lautesten schreit, sondern wer ihn am dringendsten nötig hat", sagt er. Apropos Kreisverkehr: Der Kreisverkehr in Glotzing (Gemeinde Putzleinsdorf) ist in der Infrastruktur-Abteilung des Landes kein Thema mehr. "Dieses Projekt steht nicht auf unserer Liste", sagt Steinkellner.

Zur Sache:
Die Initiative "Pro Kreisverkehr Grillkreuzung" sammelt fleißig Unterschriften, damit der Kreisverkehr gebaut wird. Aktuell gibt es bereits knapp 800 Unterstützer.

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