24.10.2016, 11:00 Uhr

Landwirtschaft zum Anfassen in der Schule

In der ersten Klasse der Volksschule Rohrbach-Berg waren die Bäuerinnen zu Gast. (Foto: Foto: privat)
BEZIRK. Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen die Bäuerinnen bei den Kindern das Interesse und das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel sowie für die landwirtschaftliche Produktionsweise wecken. „Wir wollen das realistische Bild der Bäuerinnenarbeit herzeigen", sagt Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer. "Sowohl in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern wird den Kindern häufig ein recht romantisches Bild vom Leben am Bauernhof vermittelt. Es werden Sehnsüchte geweckt, die mit der Realität oft gar nicht zusammenpassen und somit ist das Unverständnis vorprogrammiert. Hier gilt es gegenzusteuern. Wir möchten Einblicke in unsere Arbeit geben und aufzeigen, wie viel Arbeit hinter einem Stück Brot oder eine Liter Milch stecken“, sagt Lindorfer.

Bilder vom Bauernhof

Die Bäuerinnen erzählten den Kindern mit Hilfe von Bildern und verschiedensten Anschauungsmaterialien Wissenswertes über den Hof, ihre Arbeit und über die Tiere, welche am Hof leben. „Wie viel Wasser trinkt eine Kuh täglich? Was ist eine Gülle und warum muss der Bauer diese auf die Felder und Wiesen ausbringen? – Fragen, wie diese arbeiteten wir gemeinsam mit den Kindern in der 1. Klasse der Volksschule Rohrbach durch“, erklärt die Vorsitzende der Bäuerinnen. Ebenso erarbeiteten die Bäuerinnen mit den Kindern verschiedene Lebensmittelproduktionsschritte durch, wie etwa der Weg vom Korn zum Brot.

Die Region schmeckt gut

Mit Hilfe von mitgebrachten Lebensmittelverpackungen gingen die Bäuerinnen sehr praxisnahe und kindgerecht auf verschiedene Lebensmitteln und die Gütesiegel ein.
Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Schultüte, gefüllt mit regionalen, saisonallen bäuerlichen Lebensmitteln. „Die Kinder sollen bei einer gemeinsamen Jause erleben, dass gesunde Ernährung mit Produkten aus der Region auch besonders gut schmeckt!“, betont Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer. 
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