07.10.2014, 12:00 Uhr

Mehr als 150 Einsatzkräfte bei Übung bei Biohort

(Foto: Foto: Wilhelm Viehböck)
NEUFELDEN. Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und Firmenangehörige – mehr als 150 Personen nahmen an der Feuerwehr-Einsatzübung bei der Firma Biohort in Pürnstein teil. Übungsannahme war eine Knallgasexplosion bei der Ladestation eines E-Staplers. Weiters wurde angenommen, dass dabei ein Mensch getötet und vier schwer verletzt worden seien. Unter der Leitung der Feuerwehr Steinbruch versuchten neun Atemschutztrupps (zu je drei Mann) die Opfer zu retten bzw. zu bergen. Weiters Teil der Einsatzübung: Sechs Leichtverletzte schafften es nach der Explosion aus eigenen Kräften ins Freie. Sie wurden vom Gemeindearzt, dem Rotkreuz-Team und den Feuerwehr-Ersthelfern in einer eigens eingerichteten Sanitätsstelle versorgt. Währenddessen versuchten die Feuerwehren mit einem Innen- und einem Außenangriff den Brand zu bekämpfen und die angrenzenden Gebäudeteile und das benachbarte landwirtschaftliche Anwesen abzuschirmen und zu schützen.

In einem unterirdischen Becken verfügt die Fa. Biohort über 360 Kubikmeter Löschwasservorrat. Um diesen nicht zu gefährden, wurde von der Großen Mühl (beim Bahnhof Neufelden) eine 800 Meter lange Löschwasserleitung zum Brandobjekt gelegt. Drei Feuerwehren arbeiteten, um die 90 Höhenmeter mit drei Pumpen zu überwinden.

Um die Einsatzübung noch realistischer zu gestalten, wurde zusätzlich angenommen, dass eine leicht verletzte Person aus der Sanitätsstelle abgängig ist. In einer von der Polizeiinspektion Neufelden geleiteten Suchaktion wurde die leicht verwirrte Person rasch im angrenzenden Wald aufgefunden.

Bei der Nachbesprechung der rund eineinhalb-stündigen Einsatzübung kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss: "Die größten Herausforderungen waren das Feststellen und das Auffinden der schwer verletzten Personen sowie die Koordination der vielen Einsatzkräfte. Zufrieden waren die beiden Übungsbeobachter – die Ehrenbrandräte Franz Zauner und Josef Lindorfer. Sie berichteten, dass sehr rasch und mit großem Bedacht auf Sicherheit gearbeitet worden war. Die Verletzten waren schnell und bestens versorgt worden. Das Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei und Rettung habe sehr gut funktioniert.

Unter der Leitung der Feuerwehr Steinbruch gab es Alarmstufe I für die Feuerwehren Auberg, Neufelden und St. Peter. Alarmstufe II gab es für die Feuerwehren Altenfelden, Arnreit, Kleinzell und St. Ulrich. Weitere Übungsteilnehmer waren die Polizeiinspektion Neufelden, das Rote Kreuz Neufelden und der Gemeindarzt Walter Brunner. Es waren 13 Feuerwehrfahrzeuge, eines der Polizei und zwei Rotkreuz-Wagen im Einsatz.
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