20.10.2016, 16:39 Uhr

Nach Brand in der Tischlerei Traxler: Mobile Absaug-Anlage kommt

(Foto: Foto: FF Piberschlag)
AHORN (anh). Am Dienstag, 18. Oktober, war in der Tischlerei Traxler in den frühen Morgenstunden ein Brand im Silo ausgebrochen. 12 Feuerwehren waren vor Ort, die Alarmstufe 3 wurde ausgerufen. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung waren mehrere Atemschutztrupps vor Ort, die den Brand letztendlich nach drei Stunden unter Kontrolle bringen konnten. Die BezirksRundschau berichtete: http://www.meinbezirk.at/rohrbach/lokales/brand-in-einer-tischlerei-in-ahorn-d1901883.html.

16 Stunden im Einsatz

Über die Ursachen des Brandes lagen zu Redaktionsschluss nur Vermutungen vor, mittlerweile gibt es konkrete Informationen. Laut Petra Datscher von der Landespolizeidirektion war es zu Reibungswärme im Bereich der Verteilerschnecke gekommen, die die Sägespäne zum Glühen gebracht hatte. Eine Förderschnecke dürfte also heiß gelaufen sein. Sehr hilfreich zum Finden des Brandherdes stellten sich einmal mehr die Wärmebildkameras der Feuerwehr heraus. So wurde im Laufe des Einsatzes der Boden geöffnet und der Brandherd in der Zwischendecke lokalisiert. Zudem fluteten die Einsatzkräfte den Sägespänebunker mit Mittelschaum. Für das Ausräumen des Sägespänebunkers wurde ein Pumpwagen angefordert. Das Entfernen von 120m³ Sägespäne beschäftigte die Einsatzkräfte noch bis 23 Uhr und konnte nur mit Atemschutz erledigt werden. "Bis zuletzt waren acht Feuerwehren im Einsatz, es war eine anstrengende und herausfordernde Arbeit", resümiert Artur Preining, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ahorn.

Vorteil der eigenen Löschanlage

Im Tischlereibetrieb herrscht momentan Ausnahmezustand. "Alles, was wir fertig machen können, machen wir, aber es werden Tage kommen, wo nichts mehr gehen wird, schließlich funktioniert eine Tischlerei ohne Absaugungsanlage eben nicht", gibt Geschäftsführer Wolfgang Traxler Auskunft. Mitarbeiter wären deswegen auch teilweise auf Urlaub. Der Bau einer neuen Absauganlage wäre eine "größere, bauliche Geschichte, die viel Zeit in Anspruch nehmen wird und mit vielen Bauverhandlungen verknüpft sein wird", weswegen man sich mit einer Notlösung arrangiert hat. "In etwa zwei Wochen bekommen wir eine mobile Absaugungsanlage der Firma Scheuch", erzählt Traxler. Über die Schadenshöhe gibt es momentan noch keine genaueren Informationen. In der Tischlerei Traxler, die es bereits seit 1820 gibt, hat es jedenfalls noch nie einen derartigen Brand gegeben. "Was soll man dazu sagen, das ist eben höhere Gewalt. Das Gute ist, dass wir durch eine eigens installierte Löschanlage relativ gut vorbereitet waren. So konnte die Feuerwehr direkt Hineinsprühen", sieht Traxler das Glück im Unglück.
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