25.01.2018, 11:38 Uhr

Neustart für die erfolgreiche Agenda 21-Arbeit in St. Johann und St. Peter

Voller Energie: das Kernteam in St. Johann am Wimberg. (Foto: Foto: Wolfgang Mader, Otelo eGen)
ST. JOHANN/ST. PETER. Anfang  Jänner fiel in den Agenda 21-Gemeinden St. Johann und St. Peter der Startschuss für zwei neue Zukunftsprozesse. Beide Gemeinden stellen sich die Frage, wie sie die Lebensqualität im Ort erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln können. Mit vielfältigen Beteiligungs-Veranstaltungen laden die beiden Gemeinden ihre Bürger ein, Wissen, Ideen und Kreativität bei der Lösungssuche einzubringen. Insbesondere junge Menschen werden bestärkt und ermutigt, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten. Eines der Ziele, das damit einhergeht, ist es die Identifikation der Bürger mit der Gemeinde zu stärken und langfristig ein attraktiver Lebensraum für junge Menschen zu sein.

Nahversorgung beschäftigt Bürger

„Gerade 1000-Einwohner-Gemeinden stehen oft vor großen Herausforderungen, aber durch eine aktive Herangehensweise können gemeinsam mit den Bürgern Lösungen entwickelt werden,“ betont Bürgermeister Albert Stürmer aus St. Johann. Besonders die zukünftige Gestaltung der Nahversorgung beschäftigt die Gemeinde.

Fördern von jungen Talenten

„Die Motivation der jungen Bürger, die in Zukunft unsere Gemeinde gestalten, das Bündeln der wirtschaftlichen Kräfte sowie das Fördern von jungen Talenten ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Bürgermeister Engelbert Pichler aus St. Peter. Erste Gespräche in den Gemeinden zeigen, dass Bewusstseinsbildung für die Qualitäten der Region, Gestaltung sozialer Treffpunkte für alle Generationen oder auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur wichtige Themen sind. Weiters soll in die Diskussion die regionale Zukunftsvision „Voi lebm!“ für ein gutes Lebensklima in der Leader-Region Donau-Böhmerwald eingebunden und auf Gemeindeebene übertragen werden.

Bürgerrat im März

In einem ersten Schritt haben im Februar bis zu 16 zufällig aus dem Melderegister ausgewählte Bürger der jeweiligen Gemeinde die Chance, beim Bürgerrat ihre Meinung zu Zukunftsfragen der Gemeinde einzubringen. Im folgenden Bürgercafé (am 19. März 2018 in St. Johann im Pfarrheim und am 22. März 2018 in St. Peter im Gasthaus Höller, jeweils um 19 Uhr), erfolgt die öffentliche Präsentation und Diskussion der Ergebnisse. Dazu sind alle Gemeindebürger herzlich eingeladen. Aus den Ergebnissen werden die zukünftigen Handlungsfelder der Gemeindeentwicklung abgeleitet und erste konkrete Umsetzungsschritte auf den Weg gebracht.

Gemeindeübergreifende Jugendwerkstatt

Aufgrund ähnlicher Bedarfslagen sind später im Prozess auch gemeindeübergreifende Veranstaltungen geplant. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und das Potential für gemeinsame Lösungsansätze auszuloten. Pichler hebt hervor: „Viele Gemeindebürger wünschen sich eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, um in den Gemeinden die Qualität der fachlichen Betreuung zu verbessen, die Effizienz der Gemeindearbeit zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu sparen.“ Stürmer ergänzt: “Bei allem gesunden Ortsbewusstsein, das wir haben, sehe ich eine große Chance für die Zukunft, wenn wir die Vielfalt der Gemeinden übergreifend wahrnehmen. In dieser mobilen und schnelllebigen Zeit wäre es sinnlos danach zu streben, möglichst alles nur an einem Ort zu haben. Die Summe an zeitlich erreichbaren Möglichkeiten für Alltag und Freizeit trägt dazu bei, dass sich die ländlichen Regionen herausheben. Daher kann ein Bewusstseinsprozess dieser Art ohne gemeindeübergreifendem Denken nicht stattfinden.“ Den Start für eine Zusammenarbeit bildet eine gemeindeübergreifende Jugendwerkstatt am 30. März 2018. Hier werden vor allem 15- bis 21-jährige angesprochen und eingebunden sowie speziell Gestaltungsräume für sie geöffnet. Professionelle Begleitung im Agenda 21-Prozess erhalten die beiden Gemeinden von Wolfgang Mader (Otelo eGen) und Ines Oman sowie von Christine Rehberger (Regionalmanagement OÖ).
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