19.05.2016, 14:31 Uhr

Regionaltreffen mit Bischof Scheuer in Rohrbach-Berg

(Foto: Foto: Diözese Linz/Haijes)
ROHRBACH-BERG. Das dritte von neun regionalen Treffen mit Bischof Manfred Scheuer fand in Rohrbach-Berg statt. Im Mittelpunkt dieses Nachmittags stand der Austausch mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den Dekanaten Altenfelden, Sarleinsbach und St. Johann. Gastgeber-Pfarre war diesmal Rohrbach.

„Kurzwallfahrt“ mit dem Bischof

Vom Pfarrhof Rohrbach aus wanderten über 50 Bewegungsfreudige mit dem Bischof auf den Maria-Trost-Berg zur Wallfahrtskirche. Dort befindet sich eine der fünf Pforten der Barmherzigkeit, die anlässlich des „Jahres der Barmherzigkeit“ in Oberösterreich eingerichtet wurden. In der Kirche beteten die Wandernden deshalb auch gemeinsam das Gebet von Papst Franziskus zum Jahr der Barmherzigkeit. Danach führte der idyllische Rundweg zurück zum Pfarrhof. Unter den Wanderern waren auch Abt Martin Felhofer und viele seiner Mitbrüder aus dem Stift Schlägl, das zahlreiche Pfarren in der Region seelsorglich betreut. Auch Abt Reinhold Dessl vom Stift Wilhering war mit Bischof Scheuer unterwegs. Für Bischof Manfred Scheuer ist Maria Trost nicht unbekannt, weil die Kirche auch für die Bewohner seines Heimatortes Haibach ob der Donau ein beliebtes Wallfahrtsziel darstellt.

Sehnsucht nach Gebraucht-Werden

Beim ersten Teil des Begegnungsnachmittags ab 15.30 Uhr waren etwa 100 Mitglieder der sogenannten „erweiterten Pastoralkonferenz“ anwesend, also Dechanten, Priester, Diakone, Jugendleiter, Pastoralassistenten, Pfarrassistenten, Mitarbeiter aus der Betriebsseelsorge, Mitarbeiter der RegionalCaritas etc.
Nach der Begrüßung durch Abt Martin Felhofer stellten die drei Dechanten, alle drei Prämonstratenser Chorherren aus dem Stift Schlägl, die Dekanate Altenfelden, Sarleinsbach und St. Johann am Wimberg vor. Im Anschluss präsentierte Robert Bräuer vom Treffpunkt mensch & arbeit Rohrbach die Schwerpunkte der betriebsseelsorglichen Arbeit. Danach gab es die Möglichkeit für Ergänzungen oder Fragen. Die Anwesenden berichteten vor allem über Herausforderungen und gelungene Projekte in der Jugendarbeit (Pfarre, Dekanat, Religionsunterricht) und über soziale bzw. gesellschaftliche Gegebenheiten in der Region. Geortet wurde eine Sehnsucht junger Menschen nach Religiosität und nach Gebraucht-Werden. Berichtet wurde auch, dass gerade Jugendliche das kirchliche Engagement für Flüchtlinge sehr positiv wahrnehmen. Viele der Anwesenden betonten auch, wie wichtig es sei, dass Kirche zu den Menschen gehe und ihre konkreten Nöte und Sorgen wahrnehme. Beziehung und Vertrauen waren in diesem Zusammenhang prägende Stichwörter.

Barmherzigkeit im Fokus

Ab 17 Uhr stießen Mitglieder des sogenannten „erweiterten Dekanatsrats“ zum Begegnungsnachmittag dazu: Pfarrgemeinderats-Obleute, Mitglieder von Seelsorgeteams, Vertreter der Katholischen Aktion, Religionslehrer, Leiter von Caritas-Kindergärten etc. Den Auftakt zu diesem Teil des Nachmittags bildete ein Impulsreferat von Bischof Scheuer zum Thema „Barmherzigkeit verändert die Welt“. Danach hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen an den Bischof zu stellen. Daraus entwickelte sich ein offener und wertschätzender Dialog über die Anliegen der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Was die Seele nährt

Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach. In seiner Predigt ging Bischof Scheuer – ausgehend von Ludwig Feuerbachs Zitat „Der Mensch ist, was er isst“ – der Frage nach, was Leib, Seele und Geist nährt. Einseitige, falsche Ernährung könne krank machen, das gelte auch für geistige Nahrung. „Was wir an Eindrücken, Informationen, Begegnungen, Nachrichten, Gefühlen aufnehmen, prägt unser Inneres“, so Scheuer. Als wichtige Nahrung für die Seele nannte der Bischof die Freude am Schönen und die Freundschaft von Menschen, die „meine Licht- und Schattenseiten kennen und trotzdem zu mir stehen“. Darüber hinaus nähre sich die Seele von Stille und Gebet, denn: „Wenn wir nie zu uns selber finden und Gott nicht in uns selbst suchen, verhungert die Seele.“ Außerdem brauche die Seele die Nahrung der Hoffnung und der Zuversicht, betonte Scheuer.
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