24.11.2016, 08:22 Uhr

Tagung der mittlerweile 3. Expertenberatung "Verkehr Großraum Linz"

Die Diskussionsrunde der Verkehrsexperten-Konferenz. (Foto: Foto: Land OÖ/Grilnberger)
BEZIRK. Zum bereits dritten Mal trafen sich auf Einladung des Landesrats für Infrastruktur Günther Steinkellner Verkehrsexperten, um die Situation im Großraum Linz zu besprechen.

Gebündelte Kompetenz

"Uns ist es wichtig, dass alle relevanten Verkehrsplayer an einem Tisch zusammen kommen und die Situation im Großraum Linz miteinander diskutieren. Die bestehenden Probleme können wir nur gemeinsam lösen und müssen an einem Strick ziehen", so Landesrat Günther Steinkellner und Stadtrat Markus Hein einhellig. Die Expertenkonferenz wurde von Landesrat Steinkellner mit dem Ziel ins Leben gerufen, unter Ausnutzung der gebündelten Kompetenz Lösungen und Erleichterungen für alle Betroffenen zu schaffen. Zu diesem Treffen waren neben den zuständigen politischen Referenten, die fachlichen Vertreter der Verkehrsabteilungen von Stadt und Land, die Exekutive, die Verkehrsklubs, ÖBB, Asfinag, Postbus, als auch Vertreter von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung eingeladen. "Diese Runde ist allerdings auch wichtig, um Missverständnisse auf kurzem Weg ausräumen zu können. Es können nicht immer alle denselben Kenntnisstand darüber besitzen, welche Lösungsansätze bereits angedacht und überprüft wurden. Welche sich bereits in Umsetzung befinden oder aus fachlichen Gründen wieder verworfen werden mussten. Das wird hier geklärt und neue Ansätze und Ideen werden eingebracht und diskutiert", so Steinkellner.

Situation verbessern

"Das Infrastrukturressort in Land und Stadt arbeiten seit einem Jahr intensiv an der Verbesserung der Verkehrssituation sowie an einem modernen Gesamtverkehrskonzept für den Zentralraum. Es ist wichtig, dass wir in regelmäßigen Expertenrunden und Arbeitskreisen auch die einschlägigen Fachleute entsprechend einbinden. Gerade im Verkehrsbereich wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ein Paradigmenwechsel notwendig, den wir nur in einer engen Zusammenarbeit bewältigen können“, erklärt Hein. "Wir sind ständig darum bemüht, Verbesserungen für die Menschen herbeizuführen. So konnte ich dieses Jahr erreichen, dass die Bauzeit für die Sanierungsarbeiten auf der Steyreggerbrücke drastisch verringert wurde. Nächstes Jahr wird überhaupt nur in der Zeit der Sommerferien gebaut", so Landesrat Steinkellner und betont weiters: "Langfristig brauchen wir natürlich einen weiteren starken Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Zentralraum. Daher freue ich mich auch, dass am 11. Dezember die S-Bahn in Oberösterreich startet. Wir erwarten uns hier eine deutliche Steigerung des Fahrgastaufkommens."

Maßnahmen gesetzt

Diesen Herbst wurden bereits die ersten Erkenntnisse der Systemstudie zur Mühlkreisbahn bekannt gegeben. Die technischen und politischen Vorbereitungen für das neue System werden mit Hochdruck weiter vorangetrieben. Neben der Arbeit an den Großprojekten bzw. einer Effizienzsteigerung bei diesen, bemüht man sich aber auch mit kleinen Maßnahmen die Situation zu verbessern. "Ein Beispiel dafür ist die verlängerte Schrankenöffnungszeit in der Rudolfstraße. Wir wollten hier keine überhastete Maßnahme setzen. Sondern haben die Öffnungszeit in zwei Schritten verlängert und uns hierbei auch immer wieder durch Verkehrsbeobachtungen davon überzeugt, ob die Maßnahme auch tatsächlich greift. Das tut sie nachweislich", betont Landesrat Steinkellner. „Eine echte Erleichterung für viele Menschen, die täglich nach Linz pendeln oder sich in Linz bewegen müssen, ist vorrangig durch den öffentlichen Verkehr zu erreichen. Mit dem ständigen Ausbau von Busfahrspuren und der Errichtung einer neuen Schienenachse kann den Menschen konkret weitergeholfen werden. Gemeinsam mit der Linz AG Linien arbeiten wir permanent an einer Attraktivierung des ÖV innerhalb der Stadtgrenzen“, so Hein abschließend.
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