01.12.2016, 10:57 Uhr

Takt-volle Öffis – Schülerinnen erarbeiten Studie

Vera Kasper, LABg. Ulrike Schwarz und Sabina Haider. Im Auftrag der Grünen wurde die Studie "Takt-voll Öffis" erstellt.

Ergebnis: Schnellere und besser vertaktete Verkehrsanbindungen sind notwendig.

BEZIRK. Im Auftrag der Grünen Rohrbach haben die beiden letztjährigen Maturantinnen Vera Kasper und Sabina Haider ihre Maturaarbeit geschrieben. Ein Marktforschungsprojekt zur Erhebung der Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel im Bezirk Rohrbach wurde von ihnen erarbeitet. "Mit einer Befragung haben wir die Zufrie­denheit der Einwohner mit dem Angebot an Öffis im Bezirk ermittelt", sagt Kasper. Das Ergebnis: 40 Prozent der befragten Personen (200) beurteilen die Bus- und Zugverbindungen von Rohrbach nach Linz als "gut", 10,3 Prozent als "sehr gut" und 34,40 als "nicht so gut", bzw. 15,4 Prozent als" gar nicht gut". Gezeigt hat sich in der Schülerinnen-Forschung auch, dass 35 Prozent mindestens viermal pro Woche öffentliche Verkehrsmittel benutzen – davon je 1/3 um zur Schule, zur Arbeit oder zu Freizeitstätten zu kommen. Knapp die Mehrheit ist zwar mit dem Angebot zufrieden, aber schnellere und besser vertaktete Verkehrsverbindungen wurden dringendst gefordert.

Bahn attraktiver machen

Darauf aufbauend wurden Ideenvorschläge zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs ausgearbeitet. "Hier wurden vor allem eine schnellere Fahrgeschwindigkeit der Mühlkreisbahn, eine kürzere Fahrzeit der Mühlkreisbahn und kürzere Abfahrtsintervalle genannt", berichtet Haider. Zudem bräuchte es mehr Ein-Ausstiegsstellen und eine modernere Ausstattung der Mühlkreisbahn.

Werbekarten für die Öffis

Weiters erstellten die Maturantinnen ansprechende Kärtchen, um die Bewohner des Bezirks Rohrbach zu animieren, häufiger öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Im Zuge einer Sekundärforschung wurden Informationen über vergleichbare Verkehrsverbindungen in Bayern, West-Ungarn und der Ost-Schweiz erhoben.

Preis und Fahrzeit

Beim Vergleich mit der Mühlkreisbahn wurden die Hauptschwächen bei Vertaktung, Preis-Leistungsverhältnis und Fahrzeit wieder einmal bestätigt. "Wir Grüne wollen daher weiter intensiv für die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs im Bezirk und nach Linz kämpfen und ergänzende nachhaltige Mobilitätsangebote wie den MühlFerdl, die Mitfahrbörse flinc und den weiteren Ausbau für den Alltags-Radverkehr unterstützen", sagt Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz zur Studie.

Zur Sache:
Die ganze Projektarbeit ist auf www.bezirkrohrbach.gruene.atzum Nachlesen.
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