21.11.2016, 11:00 Uhr

UPDATE: Mord in Freyung: Polizei hat Verdächtigen in Spanien gefasst

Der mutmaßliche Mörder war mit seinem Sohn auf der Flucht. (Foto: Foto: Polizei)
Nach tagelangen intensiven und umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der deutschen und spanischen Polizei konnte der mordverdächtige 22-Jährige von Spezialeinheiten der spanischen Polizei gefasst werden. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Mann wurde am Samstag in den frühen Morgenstunden in einem Appartementhaus im Küstenort Lloret de Mar in Spanien festgenommen, wie die Polizei Niederbayern berichtet.

Bub ist wohlauf

"Bei der Festnahme befand sich auch der 18 Monate alte Sohn beim Vater. Der Bub ist wohlauf und befindet sich derzeit in einer spanischen Jugendhilfeeinrichtung. Die Rückführung des Kindes wird derzeit über die zuständigen Behörden veranlasst", heißt es seitens der Polizei. Die Beamten der rund 20-köpfigen SoKo bei der Kripo Passau, die in den letzten Tagen nahezu rund um die Uhr im Einsatz waren, sind erleichtert, dass der 18 Monate alte Bub wohlauf ist. „Der Schutz des Kindes hatte für uns immer oberste Priorität“, sagt der Leiter der Staatsanwaltschaft Passau, Leitender Oberstaatsanwalt Josef Scheichenzuber und der Passauer Kripo Chef, Kriminaloberrat Alfons Rösser.

Auslieferung beantragt
Der Bayer steht im Verdacht, seine 20-Jährige Freundin in Freyung ermordert zu haben. Danach war er mit seinem Sohn mit dem Auto bis nach Spanien geflüchtet. Das Fluchtfahrzeug wurde vor Ort sichergestellt. Seitens der Staatsanwaltschaft Passau wurde über die spanischen Behörden ein Auslieferungsantrag gestellt.

Die Vorgeschichte:

FREYUNG (DEUTSCHLAND). In der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde heute (Mittwoch, 16. November 2016) nach dem jungen Mann aus Freyung (Bayerischer Wald) gefahndet.

Die Mutter einer 20-Jährigen hat die Leiche ihrer Tochter am Wochenende in einem Mehrfamilienhaus in Freyung gefunden. Laut des Berichtes in "Aktenzeichen XY ungelöst" war die Leiche in einem Plastiksack in der Wohnung der Frau versteckt. Die Polizei geht davon aus, dass der 22-jährige Lebensgefährte der Toten mit der Tat etwas zu tun hat. Der Gesuchte ist 1,78 Meter groß, schlank und spricht Deutsch (bayrischen Dialekt). Er hat braun-grüne Augen und blonde Haare. Außerdem hat er auffällige Tattoos an den Armen, der Hand und an den Beinen.

Mit Sohn im Ausland?

Es wird vermutet, dass sich der 22-Jährige derzeit im Ausland aufhält. In seiner Obhut befindet sich nach derzeitigen Erkenntnissen auch der gemeinsame 18 Monate alte Sohn.

Mit dem Auto unterwegs?
Der Flüchtige ist vermutlich mit einem schwarzen VW Golf unterwegs. Wer hat ihn gesehen? Hinweise nimmt die Kripo Passau unter der Telefonnummer 0049851/9511-0 oder an jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Kripo Passau und Staatsanwaltschaft Passau ermitteln mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles. Bei der Kripo Passau wurde eine Sonderkommission (SoKo) eingerichtet. Laut einem Bericht der Passauer Neuen Presse ist der junge Mann kein unbeschriebenes Blatt. "Er war bereits in der Vergangenheit mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, saß unter anderem im Dezember als Angeklagter vor dem Freyunger Amtsgericht und musste sich dort zusammen mit zwei Bekannten wegen einer Einbruchsdiebstahl-Serie im Landkreis Freyung-Grafenau verantworten", schreibt die PNP.

Hier geht es zur Fahndung der bayerischen Polizei.
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