15.06.2017, 19:02 Uhr

Waldschulen ermöglichen 5.000 Kindern jährlich einen Walderlebnistag

Landesforstdirektorin HRin DIin Elfriede Moser, Landesrat Max Hiegelsberger und Waldpädagoge Christian Gierlinger mit Kindern des Kindergartens Dornacherstraße, Linz, beim Besuch der Waldschule (Foto: Foto: Land OÖ/Stockinger)
BEZIRK. Die diesjährige Woche des Waldes findet von 12. bis 18. Juni statt und steht unter dem Motto „Wald ist Heimat“. Landesrat Max Hiegelsberger besuchte daher die Waldschule Linz, in denen Kinder die Bedeutung des Waldes erfahren. „Das Land Oberösterreich ermöglicht mit den beiden Waldschulen, der Waldschule Linz und der Böhmerwaldschule, alljährlich rund 5.000 Kindern einen Walderlebnistag“, erklärt Landesrat Max Hiegelsberger.

Spielerisches Entdecken

In den Waldschulen vermitteln Waldpädagogen Kindern einen spielerischen Eindruck vom Ökosystem Wald. „Es geht darum, dass wir den jungen Menschen das Wissen über die Komplexität des Waldes und die Bedeutung des Rohstoffes Holz nahebringen“, so der Landesrat. Im Vordergrund steht das Kennenlernen der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Die Kinder begeben sich mit einem Förster oder einem Waldpädagogen auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise. „Das Motto unserer Waldschulen lautet: Im Wald vom Wald lernen. Kinder können den Wald erforschen und Zusammenhänge in der Natur selbst entdecken“, erklärt Hiegelsberger weiters. Im vergangenen Jahr konnten zirka 5.000 Kindern und 1.000 Erwachsenen in den beiden Waldschulen des Landes Oberösterreichs ein waldpädagogischer Lehrausgang vermittelt werden. „Es ist unser Ziel, dass beginnend beim Kindergartenkind bis hin zu den Jugendlichen alle Kinder an den Waldführungen teilnehmen können“, so der Landesrat.

Erlebnis für alle Sinne

Die Waldschule Linz in Wilhering und die Böhmerwaldschule sind zentraler Ausgangspunkt für Waldführungen am Rande des Kürnbergerwaldes bzw. des Böhmerwaldes. Bei Schlechtwetter können die Kinder in der Waldschule Platz nehmen, basteln, spielen und lesen. Waldpädagogisch ausgebildete Förster und Waldbauern betreuen die Führungen. Ein Schul- oder Kindergartentag beginnt am Morgen. Die Kinder treffen den Waldpädagogen, um mit ihm auf Entdeckungstour durch den Wald zu gehen. Motiviert werden sie durch Spiele und die genaue Beobachtung der Natur. Sie ertasten das Holz, riechen Baumharz, wühlen im Waldboden und hören auf die Laute der Tiere. Beim Grillfeuer wird auf den Brennstoff Holz hingewiesen. In der Waldschule können die Kinder aus den gesammelten Materialien Bilder, Puppen und andere Basteleien herstellen und somit ein Stück Wald mit nach Hause nehmen. Ebenso werden die Bodenpflanzen und die Tiere des Waldes beobachtet.
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