05.09.2014, 09:50 Uhr

Welt-Alzheimertag am 21. September: Aufklären und fördern

Mit dem Tag der offenen Tür in der Demenzservicestelle soll das Thema enttabuisiert werden. (Foto: Foto: privat)

Am Mittwoch, 17. September, ist in der Demenzservicestelle Ottensheim Tag der offenen Tür.

OTTENSHEIM, ROHRBACH (wies). Von 10 bis 16 Uhr können Interessierte in der Demenzservicestelle (DSS) Ottensheim (Marktplatz 17) das Angebot kennenlernen, Fragen stellen, ihr Gedächtnis checken lassen und an einem Gewinnspiel teilnehmen.
„Demenz ist nach wie vor ein Tabuthema“, sagt Karin Laschalt, diplomierte Sozialarbeiterin. „Es gilt das Verständnis für Menschen mit Demenz in der Öffentlichkeit zu fördern, Vergesslichkeit zu enttabuisieren und die Hemmschwelle für den Schritt in eine Demenzservicestelle zu senken. Am Tag der offenen Tür wollen wir diese Hürde lindern."

Immer mehr Demenzkranke
120.000 Menschen leiden in Österreich an Demenz. Experten rechnen mit einer Verdoppelung bis 2030 und einer Verdreifachung bis 2050. Mit dem demografischen Wandel wird auch die Zahl der Menschen mit Demenz zunehmen. Die Demenzservicestellen bieten konkrete Hilfsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Patienten werden gemäß dem letzten wissenschaftlichen Kenntnisstand geführt und durch eine eigene Forschungsabteilung wissenschaftlich begleitet. Neben Beratungen, erhalten sie auch Informationen über sozialrechtliche und finanzielle Fragen und Entlastungsmöglichkeiten für betreuende Angehörige, Einschätzung des Schweregrades der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie stadiengerechtes Training. MAS-TrainerInnen begleiten und fördern individuell und flexibel in Gruppen- oder Einzeltraining.

Enttabuisierung und Früherkennung
Enttabuisierung ist die Grundvoraussetzung für die Früherkennung. "Durch eine möglichst frühzeitige medizinische Diagnose und raschen Therapiebeginn sowie psychosozialer Maßnahmen (Training) kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden", erklärt Laschalt. Durch gezieltes Training können die Funktionen länger erhalten bleiben und die Betroffenen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben.
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