26.03.2017, 13:02 Uhr

Drittes E-Car im Bezirk Rohrbach kommt in die Gänge

ST. MARTIN (anh). Aller guten Dinge sind drei, könnte man im Falle der E-Car-Sharing-Initiative "Mühlferdl" sagen, denn heute wurde das dritte E-Car im Bezirk Rohrbach in der Gemeinde St. Martin vorgestellt und gesegnet. Die ersten klimabewussten Fahrer bekamen auch gleich ihre Nutzerkarte überreicht. Geht es nach den Initiatoren des Projekts von der Klima- und Energiemodellregion Donau-Böhmerwald, so soll es aber keineswegs bei diesen "drei guten Dingen" – oder eben bei den drei Autos – bleiben, denn man hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt in diesem Jahr noch auf fünf weitere Standorte im Bezirk auszuweiten. "Haslach und St. Stefan sind intensiv im Gespräch, Neustift ist ebenfalls interessiert", verrät Geschäftsführer Johannes Scherrer. Im gesamten Mühlviertel stehen bereits 17 E-Cars, 45 sollen in nächster Zeit dazu kommen. In St. Martin hat man sich – genauso wie schon in Sarleinsbach und Aigen-Schlägl – für einen Renault Zoe aus dem Autohaus Grabner entschieden – diesmal in blauer Ausführung. Er steht nun in der Tiefgarage am Marktplatz und ist für Nutzer 24 Stunden zugänglich.

"Mobilität neu denken

"Dieses Projekt soll dazu einladen, Mobilität neu zu denken", sagt Scherrer und ergänzt: "Menschen, die ein Zweit- oder sogar Drittauto haben, verwenden dies oft ohnehin sehr selten. Mit dem Mühlferdl haben sie eine tolle Alternative, die sie zudem mit anderen Nutzern teilen." Auch Kollege Markus Altenhofer ist von dem Konzept überzeugt: "1966 hat sich mein Vater seinen ersten VW Käfer gekauft, was für ihn ein sehr einschneidendes Erlebnis war. Das ist jetzt 50 Jahre her und in diesen 50 Jahren hat sich in der Automobilindustrie immens viel getan. Elektroautos sind sicherer und erschwinglicher geworden, ihre Motoren effizienter. Mit anderen Worten: Die Zeit ist reif, um auf diese Antriebstechnologie zu setzen und es ist eine Innovation, die gekommen ist, um zu bleiben." Bürgermeister Wolfgang Schirz spricht von einem Meilenstein in der Gemeindehistorie, der vielleicht auch den ein oder anderen, weiteren Stein oder Gedanken ins Rollen bringen könnte: "Der Fahrzeugverkehr stellt eines der größten Probleme der Umwelt dar. Dieses Projekt könnte ein Anstoß dafür sein, über unser Verhalten diesbezüglich nachzudenken und unser Handeln neu zu gestalten. Dieses Auto ist zwar nur ein kleiner Beitrag zu einer besseren Zukunft, aber je mehr E-Cars es gibt, umso größer wird dieser Beitrag werden." Mehr auf: http://www.muehlferdl.at
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