24.09.2014, 19:30 Uhr

"Es ist der richtige Zeitpunkt für mich"

Unzählige Mal ging Josef Hauer im Rohrbacher Rathaus ein und aus. Nächste Woche gibt er den Schlüssel dafür ab.
ROHRBACH (pirk). Nächste Woche wird Josef Hauer den Schlüssel für das Stadtamt in Rohrbach abgeben. Zwölf Jahre war er dann Bürgermeister der Stadt Rohrbach. 40 Jahre saß er im Gemeinderat, 28 davon im Stadtrat. "Es ist der richtige Zeitpunkt", sagt er zufrieden. Wehmut komme nicht auf. Gemäß seines Mottos "Stillstand ist Rückschritt" habe er Entwicklungen stets vorangetrieben. "Es war nicht nur die großen Bauten, sondern die vielen kleinen Dinge, die für die Lebensqualität in Rohrbach wichtig waren", denkt er zurück. "Persönlich am meisten gefreut hat mich, dass das Bezirksalten- und Pflegeheim in Rohrbach gebaut wurde und dass der Standort am Pöschlteich gelungen ist." Für Hauer ein Meilenstein der Infrastruktur, da Rohrbach damit von der Krabbelstube bis zum Altenheim alles habe.

Während seiner Amtszeit als Bürgermeister wurden auch Projekte wie das Centro, der Musikschulumbau, die Aufbahrungshalle, das Busterminal, das Freibad oder das Kunstrasenfeld umgesetzt. Mit dem Postverteilerzentrum und der Ansiedelung des "Möbelix" seien Arbeitsplätze geschaffen worden.
"Das gute Klima im Gemeinderat hat mir die Arbeit leicht gemacht", lobt Hauer die gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. Denn: "Leicht ist garnichts und dass einem von vornherein etwas in den Schoß fällt, das gibt es nicht."
Einstimmig entschied sich der Gemeinderat in der letzten Sitzung dafür, Josef Hauer die Ehrenbürgerschaft von Rohrbach zu verleihen. "Mit der Auszeichnung gehst du in die Geschichte Rohrbachs ein", freut sich der Ausgezeichnete.

Kommt es zur Fusion der Gemeinden Rohrbach und Berg war Josef Hauer der vorletzte Bürgermeister von Rohrbach. Er ist für eine Fusion: "Ich war schon immer der Meinung, dass die Zusammenführung eine logische Sache ist. Jetzt besteht die Chance." Seinem Nachfolger als Bürgermeister wünscht Hauer viel Kraft, "weil das Amt, das nimmt einen schon in Anspruch". Gelingt die Fusionierung, erwarte den neuen Bürgermeister ein enormes Aufgabengebiet: "Denn mit der Volksbefragung zur Fusion sind die beiden Gemeinden noch lange nicht eins", glaubt Hauer.

Und wie geht es für Josef Hauer weiter? "Ich werde genießen, dass die Verantwortung von mir fällt, dass ich mich von keinem Terminkalender mehr treiben lassen muss", sagt der 68-Jährige.
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