25.11.2016, 12:55 Uhr

Stöger/Lindner/Reisinger/Gusenbauer-Jäger: „Wir brauchen dringend einen Verkehrsgipfel gegen die Staumisere!“

Mühlviertler SPÖ bringt Forderungen zu Stau- und Parkplatzmisere ein. (Foto: Foto: SPÖ)

Mühlviertler SPÖ bringt Forderungen zu Stau- und Parkplatzmisere ein.

BEZIRK, LINZ. Die tägliche Staumisere nach Linz und die aktuelle Diskussion um die Einführung von Parkgebühren am Urfahraner Markt Gelände nehmen die SPÖ Bezirksorganisationen Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt und Perg zum Anlass, um ihre Forderungen zu präsentieren, die spürbare Verbesserungen im Sinne der Tausenden täglichen PendlerInnen bringen sollen.

Gesamtkonzept wird verlangt

„Ohne einem Gesamtkonzept zur Bewältigung der Stauproblematik im Mühlviertel wird es nicht gehen. Die SPÖ Stadt- und Ortsorganisationen des Wahlkreises treten daher geschlossen für ein überparteiliches Vorgehen in dieser Sache ein. Es muss rasch eine spürbare Verbesserung für die Pendlerinnen und Pendler erfolgen“, so der Bezirksparteivorsitzende von Urfahr-Umgebung Bundesminister Alois Stöger.

Der Freistädter Vorsitzende Bundesrat Michael Lindner sieht vor allem in der durch die Staus verlorenen Zeit ein großes Problem: „Tausende PendlerInnen verlieren wertvolle Zeit mit ihren Familien, weil sie sich auf der A7 tagtäglich zum Arbeitsplatz stauen müssen. Unsere PendlerInnen zahlen wegen der verfehlten Gesamtverkehrsplanung des Landes jetzt drauf.“ Zur Lösung des Verkehrsdebakels fordert Lindner Investitionen in den Öffentlichen Verkehr: „Die RegioTram Pregarten-Gallneukirchen-Linz ist ein Zukunftsprojekt, um den Stau-Wahnsinn in den Zentralraum abzumildern!“

Bürgermeister Dominik Reisinger, SPÖ Bezirksvorsitzender in Rohrbach, sieht die Situation für die PendlerInnen ähnlich: „Wir sind als SPÖ gerne bereit, konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten, weil die Problematik eine sehr ernste ist. Es ist jedoch notwendig, dass es hier im Sinne der MühlviertlerInnen nicht zu einem parteipolitischen Hick-Hack kommt, sondern zu einer sachlichen Diskussion, an der sich alle Kräfte beteiligen.“

Für die PendlerInnen aus dem Bezirk Perg, ist vor allem der vor der Wahl versprochene und jetzt aufgeschobene Neubau der Mauthausener Donaubrücke dringend notwendig, erklärt Nationalratsabgeordnete Marianne Gusenbauer-Jäger: „Für eine gute Entwicklung der Wirtschaftsbetriebe und somit für eine Absicherung gut bezahlter Arbeitsplätze sind dringend Maßnahmen notwendig. Vor allem der westliche Bereich des Bezirkes ist sehr stark von der Verbindung nach Linz, bzw. zur Autobahn, zur Westbahn oder zum Ennshafen abhängig. Jeden Tag sehen wir, dass es bei der Donaubrücke bei Mauthausen einen großen Handlungsbedarf gibt. Es ist unbedingt notwendig, dass sowohl die B123 (Verbindung aus dem Bezirk Freistadt), die B3 und eine neue Brücke die Anforderungen der Gegenwart bewältigen können.“ Für PendlerInnen nach Linz ist zudem der Ausbau der Summerauerbahn dringend notwendig.

Verkehrs-Sondergipfel

Um der Lage so rasch wie möglich Herr zu werden und im Sinne der PendlerInnen zu Lösungen zu kommen fordern die SPÖ-PolitikerInnen einen Verkehrs-Sondergipfel zu dem Thema, der den zuständigen Landesrat Steinkellner und Finanzreferenten LH Pühringer mit den SprecherInnen der Bezirke an einen Tisch bringt. „Dass für rasche Lösungen auch finanzielle Mittel notwendig sind, liegt auf der Hand. Im Sinne einer Verbesserung der Situation für die Tausenden Mühlviertler Pendler und PendlerInnen muss hier rasch Geld zur Verfügung gestellt werden“, sind sich die Mühlviertler SPÖ-PolitikerInnen einig.

Forderungen/Lösungsansätze der SPÖ:

• Sanierung/Ausbau der Mühlkreisbahn sowie Optimierung/Attraktivierung des Fahrplans (zumindest im Stundentakt) bis Aigen-Schlägl und deren Einbindung bis zum Linzer Hauptbahnhof (rasche Vorlage eines Finanzierungs- und Zeitplans)
• Ausbau der Summerauerbahn (z.B.: zweigleisiger Ausbau bis Haltestelle St. Georgen und die Modernisierung der Bahnhöfe bis Summerau (behindertengerechter Einstieg) und eine Einführung einer S-Bahn bis St. Georgen im 1⁄4 Stundentakt; keine Verschiebung des „Schichtlerzuges“ im Fahrplan der Summerauerbahn mit 11. Dezember (derzeit: Steyregg: 04:53 | Franckstraße: 04:56 | Linz Hbf: 05:01; ab 11. Dezember soll dieser Zug eine halbe Stunde später fahren.......daher für die Schichtarbeiter in der Vöest zu spät))
• Rasche Realisierung des Projektes Regiotram (Regiotram Trasse Gallneukirchen mit Prüfung Durchbindung/Variante Trasse nach Norden von Gallneukirchen) nach Gallneukirchen und Pregarten inkl. Konzept für Park & Ride-Anlagen
• Ausbau der Park & Ride-Anlagen an der Stadtgrenze sowie die dafür notwendige Adaptierung des öffentlichen Verkehrs der Stadt Linz und Park & Ride Möglichkeiten entlang der S10/A7 mit zusätzlichen direkten Buslinien in die Arbeitszentren im Großraum Linz
• Bereits vorhandene, vom Land finanzierte Pendlerparkplätze (Zwettl) besser nutzbar machen
• Finanzielle Anreize bei der Bildung von Fahrgemeinschaften (Car-Sharing), sowie Unterstützung durch Sammelplätze und/oder Schaffung einer öffentlichen Mitfahrbörse
• Ausweitung des Halte- und Parkverbots (inkl. einer intensiveren Kontrolle) sowie reduzierte Abbiegemöglichkeiten in der Rudolfstraße
• Entsprechend der Verkehrsdichte gesteuerte Ampelanlagen
• Ausweitung der Öffnungszeit des Schrankens bei der Stadteinfahrt Rudolfstraße
• Keine Parkgebühren am Jahrmarktgelände, solange keine Alternativen vorhanden sind
• Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel durch eine Taktverdichtung (Erhöhung der Frequenz der Busse) zu den Stoßzeiten sowie längere Betriebszeiten (Anreizsystem z.B.: Unterstützung von Wochen- und Monatskarten durch die Gemeinden.....ähnlich wie beim Ast-Taxi)
• Bessere/schnellere Routenführung im öffentlichen Busnetz um attraktiver zu werden (Optimierung von vorrangigen Busspuren innerhalb und außerhalb von Linz)
• Öffnung des Pannenstreifens auf der A7 bereits ab 5.00 Uhr (Tag-Schicht-Busse)
• Neue Tarifmodelle für Bus („10er“-Block)
• Verbesserung des öffentliche Verkehrs zur FH Hagenberg
• Neues durchdachtes Konzept als Alternative zur Ostumfahrung (keine Ostumfahrung durch Steyregg: Begründung - enorme Gefährdung der Brunnen im Trassenbereich, Zerstörung der naturbelassenen Auenlandschaft, zusätzliche Feinstaubbelastung in der bereits durch Industrie und Verkehr stark belasteten Gemeinde Steyregg)
• Vergrößerung/Adaptierung des Kreisverkehrs bei der S10 Auffahrt in Unterweitersdorf (Rückstau zu den Stoßzeiten)
• Neue Donaubrücke Mauthausen mit Lösung Einbindung der B123 und B3 um die Anforderungen der Gegenwart bewältigen zu können
• Rascher Baubeginn der 4. Donaubrücke
• Ausbau des Radwegenetzes
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.