24.09.2014, 00:00 Uhr

Gesunde Zimmer

Alfred Ruhdorfer (r.) und Martin Grabmann messen im Testzimmer den Elektrosmog.

Ecoforma testet am Kompetenzzentrum Haselhof wie Räume sein müssen, damit sie gesund sind.

SARLEINSBACH (wies). Ecoforma hat sich dem nachhaltigen, ökologischen Bauen und Wohnen verschrieben. In einem europaweit einzigartigen Forschungsprojekt wurden am Haselhof in Fürling vier Schlafräume geschaffen, in denen die Schlafqualität mittels Luft- und Räumqualität wissenschaftlich erforscht wird. Vier Räume sind bereits eingerichtet, weitere sollen folgen. Zudem wird gerade an einem neuen Holzhaus gebaut, das später als Schulungshaus für ökologisches Bauen genutzt werden soll.

Intakte Landluft ins Haus bringen
"Unser Maßstab ist die intakte Landluft. Die muss auch der Maßstab für Innenräume sein", erklärt Alfred Ruhdorfer, Baubiologe und Projektleiter. Um Schadstoffe in den Räumen zu vermeiden, müssen viele Faktoren passen. Im Bereich der Forschung ist man hier noch am Anfang. Am Haselhof wurden zum Beispiel ein spezieller Putz und ein Kleber entwickelt, die frei von Schadstoffen sind.

Elektrosmog adé
Zudem wird Elektrosmog aus den Zimmern verbannt: Steckdosen, Kabel und Lampen wurden abgeschirmt. "Einige Probanden haben in diesen Zimmern bereits genächtigt. Wir konnten bereits Erfolge messen. Schlaf und Befindlichkeit waren gut, auch das Immunsystem hat sich messbar verbessert", sagt Karin Grafl, Umweltmedizinerin und Forschungsleiterin am Haselhof. "Wir sind auf einem guten Weg, gesunde Räume zu schaffen", sagt sie.

Ein weiters Ziel von ecoforma ist, die Rohstoffe der Region auch fürs Bauen in der Region zu nutzen. "Wir wollen im Bauwesen weg von fossilen zu nachwachsenden Rohstoffen kommen. Das ist eine große Chance für die Region", sagt Ruhdorfer.
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