31.10.2016, 10:14 Uhr

Elite der Zimmerer traf sich in Basel

Landesinnungsmeister Richard Hable, Martin Löffler, Markus Obermüller und Bundesinnungsmeister Hermann Atzmüller (v. l). (Foto: Foto: privat)

Martin Löffler, Zimmerer und Fertigteilhausbauer bei Brüder Resch, durfte zur Europameisterschaft.

ULRICHSBERG, BASEL (anh). Die besten 26 Zimmerer aus insgesamt zehn Ländern pilgerten im Oktober zur Europameisterschaft nach Basel, um dort ihre Fertigkeiten in puncto Holzbau unter Beweis zu stellen. Österreich hatte bei diesem harten Wettkampf ein großes Wörtchen mitzureden – dank Martin Löffler.

Schwierige Konstruktion

Der engagierte Ulrichsberger und gelernte Zimmerer und Fertigteilhausbauer der Firma Brüder Resch stellte sich ebenfalls den Argusaugen der hochkarätigen, internationalen Jury – eine Premiere im Unternehmen. "Lehrlinge, die bei Landesbewerben antreten, haben wir öfter. Dass sich aber jemand für eine EM qualifiziert, ist etwas ganz Besonderes", sind die Geschäftsführer Josef Pfoser und Markus Obermüller stolz. Ihr Schützling schaffte es mit seinem Werkstück sogar unter die besten sieben. Als "Team Österreich" holte er gemeinsam mit zwei Tirolern sogar Platz 3. Dabei war der 22-stündige Bewerb alles andere als einfach, wie Martin Löffler erzählt: "Ich musste einen Ausschnitt aus einer komplizierten Dachkonstruktion mit ungleich geneigten Verschneidungen machen. Die Zeit war extrem knapp." Markus Obermüller, der speziell für den Bereich Holzbau zuständig ist, betont: "Man braucht dafür ein exzellentes räumliches Vorstellungsvermögen und muss sich sehr gut vorbereiten. Bei der Meisterschaft darf man sich dann keine Patzer erlauben, denn hinterher gibt es keine Möglichkeit mehr, etwas auszubessern." Zusätzlich erhöht wurde die Anspannung der Nachwuchskräfte im Alter von bis zu 23 Jahren durch zahlreiche Zuseher. Die Meisterschaft war nämlich in die Messe "Holz" integriert.
Am Ende lagen nur wenige Millimeter und damit Punkte zwischen den Kandidaten. Ullrich Huth, Präsident von Timber Construction Europe, dem Veranstalter, sagt: "Alle Teilnehmer gehören zu den besten Nachwuchskräften des Holzbaus. Nur mit diesen qualifizierten Menschen können wir den Holzbau in Europa vorantreiben." Dies betonen auch die Chefs der Firma Brüder Resch, schließlich seien Lehrlinge die Führungskräfte von morgen. Die Raiffeisenbank Ulrichsberg stellte sich bei Martin Löffler mit einem Scheck von 150 Euro ein. Auch ihr ist die Förderung engagierter Lehrlinge wichtig, wie der Obmann der Raiffeisenbank Region Rohrbach, Josef Pfoser, betont.

Zur Sache

Die Zimmerer-Europameisterschaft wurde heuer zum 12. Mal vom europäischen Dachverband Timber Construction Europe veranstaltet. Durchgeführt wurde der Wettbewerb von Holzbau Schweiz. Die Teilnehmer mussten ein Dachstuhlmodell in 22 Stunden errichten. Bewertet wurden sie von einer Jury, für die jedes Land einen Experten stellte.

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