Verein Sprungbrett
23. Verleihung der amaZone Awards

Die stolzen Lehrmädchen der vier Gewinner-Betriebe mit Frauenstadträtin Kathrin Gaál (Mitte hinten).
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  • Die stolzen Lehrmädchen der vier Gewinner-Betriebe mit Frauenstadträtin Kathrin Gaál (Mitte hinten).
  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Anja Gaugl

23. Preisverleihung an Betriebe, die sich besonders für die Ausbildung von Frauen in der Technik einsetzen.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS/WIEDEN. Ein Abend ganz im Zeichen der Gleichstellung: Zum 23. Mal wurden beim amaZone-Award Betriebe ausgezeichnet, die sich besonders beim Ausbilden von Mädchen und Frauen in Handwerk und Technik engagieren. Initiert wurde der Preis vom Rudolfsheimer Verein "Sprungbrett für Mädchen". "Wir sind überzeugt, dass die jungen Frauen zweite und dritte Chancen verdient haben, um ihren Weg zu finden", so Margarete Bican, eine der sprungbrett-Geschäftsleiterinnen. Ein Problem: Viele wissen gar nicht welche Vielfalt an Lehrberufen es gibt.

Im gut gefüllten Festsaal des Bildungszentrums der AK Wien hat sich gezeigt, dass weibliche Lehrlinge in der Technik keine Seltenheit mehr sind. Angefangen bei Kleinstunternehmen bis hin zum Bundesheer, überall wird ausgebildet – und von überall waren stolze Gesichter zu sehen. "Lernen Sie, was Sie wollen, sonst werden Sie nicht glücklich werden. Und lassen Sie sich von niemanden abhalten", so Martina Denich-Kobula, Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft, zu den vielen jungen Frauen im Publikum.

Kein Problem für Merlinda Auer, die bei den ÖBB lernt: "Mich hat die Technik schon immer viel mehr interessiert, als das ich mit Barbie Puppen gespielt hätte. Es ist einfach ein Muss, dass ich in einem technischen Beruf arbeite." Auch Flora David, die im dritten Lehrjahr zur Vermessungstechnikerin ist, sagt: "Das ist die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe". Die 23-Jährige gebürtige Ungarin hat eigentlich eine Musikschule abgeschlossen – und sich dann für einen ganz neuen Weg entschieden.

Die amaZone Gewinner-Betriebe

Vorne weg: Alle Unternehmen, die eingereicht haben, haben auch eine Ehrung bekommen. Die amaZone-Statue wurde in vier Kategorien überreicht:

• Kleinstunternehmen: Platten- und Fliesenverlegung Gerhard Findeis: Dort wird das wienweit einzige Lehrmädchen in diesem Beruf ausgebildet.

• Kleinunternehmen: Bogensberger Vermessung verfolgt konsequent das Zeil, den Frauenanteil in der technischen Lehrausbildung zu erhöhen.

• Mittel- und Großunternehmen: Bei MAN Truck und Bus Vertrieb Österreich kann man sich den Betrieb ohne weibliche Lehrlinge nicht mehr vorstellen.

• Öffentliche und öffentlichkeitsnahe Unternehmen: Die ÖBB fördern seit den 1990er Jahren Frauen in der Technik. Immerhin 92 junge Frauen befinden sich derzeit in der Lehre.

Die stolzen Lehrmädchen der vier Gewinner-Betriebe mit Frauenstadträtin Kathrin Gaál (Mitte hinten).
Flora David von Bogensberger Vermessung und ÖBB-Lehrling Merlinda Auer (v.l.) im Gespräch mit der bz.

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