Buchkontor: Autor Martin Amanshauser mit der "Amerikafalle" zu Gast

Ulla Harms freut sich, dass Martin Amanshauser auch sein aktuelles Werk "Die Amerikafalle" im Buchkontor vorgestellt hat.
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  • hochgeladen von Kathrin Klemm

RUDOLFSHEIM. Als Universitätsprofessor verschlug es Martin Amanshauser 2017 nach Ohio. In "Die Amerikafalle. Oder: Wie ich lernte, die Weltmacht zu lieben" erzählt er von gleichermaßen vertrauten wie befremdlichen Erlebnissen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Im Buchkontor am Kriemhildplatz 1 stellte der 50-Jährige sein 16. Buch vor. Besitzerin Ulla Harms und der Wiener Autor kennen sich bereits seit rund 20 Jahren.

Nach 15 Jahren als Autor und Reisejournalist dachte Amanshauser, er habe schon alles gesehen und erlebt. Doch als es ihn mitsamt seiner Familie für ein halbes Jahr nach Ohio verschlug, erwartete ihn eine Überraschung: "Die Amerikafalle" schnappte zu. Wenngleich der Wiener versuchte, seiner Natur getreu skeptisch zu bleiben und sich zwischenzeitlich sogar fragte "Wieso habe ich den Wahnsinn mit dem Reisen begonnen?", verliebte er sich nach und nach in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Viele Aspekte des American Way of Life faszinierten Amanshauser in der 30.000-Einwohner-Stadt Bowling Green, sei es die unerschütterliche Freundlichkeit, die Unkompliziertheit von Begegnungen oder die Müllzerkleinerer. Irritiert war er vom Verkehr: Niemand fuhr dort schneller als erlaubt, niemand langsamer. Die Frage, wie hoch die Bußgelder seien, konnte sein Arbeitskollege nicht beantworten, denn er kannte niemanden, der jemals eine Strafe erhalten hätte.

Während eines Blizzards in New York musste Amanshauser schmunzeln: Alle Schulen waren geschlossen, die Bewohner wurden dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. "Bei uns wäre das ein ganz normaler Schitag", stellte er fest. Das und noch viel mehr gibt es auf 192 Seiten nachzulesen. Thematisiert werden unter anderem Politik, Universitätsleben, Schule, Essen und Sprache.

Kultureller Treffpunkt

Bereits zum vierten Mal hatte Ulla Harms den Autor zu einer Lesung geladen. Auch privat hält sich dieser immer wieder gerne im Nibelungenviertel auf. "Das ist eine der besten Buchhandlungen", erzählt Amanshauser, der ganz in der Nähe wohnt. Seit 2009 bietet der Buchkontor eine bunte Mischung an Lesestoff. Diese reicht von Belletristik über Kochbücher bis hin zur Sportlektüre. Zudem kann man dort Papierwaren und regionale Schmankerl wie Honig von der Schmelz erwerben. Im Sommer soll das beantragte Parklet zum gemütlichen Beisammensein vor dem Geschäft einladen.

Etwa alle drei Wochen veranstaltet Harms Lesungen, um das Nibelungenviertel zu beleben. Bei den geladenen Autoren ist der Besitzerin die Abwechslung wichtig. Abgestimmt sind die Veranstaltungen auf ihre Kunden.

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