Coworking für Musiktalente: Musik Raum geht neue Wege

Mit viel Elan dabei: Alexander Forstner, Gernot Bernroider, Juliane Blinzer, Martin Schlögl, Laura Steiner und Marc T. Ischebeck (v.l.).
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  • Mit viel Elan dabei: Alexander Forstner, Gernot Bernroider, Juliane Blinzer, Martin Schlögl, Laura Steiner und Marc T. Ischebeck (v.l.).
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Henriettenplatz: In Martin Schlögls "Musik Raum" geben neun Profimusiker ihr Wissen weiter.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Coworking auch im Musikunterricht? Ja, warum nicht. "Wir sind keine Musikschule im herkömmlichen Sinn", erklärt Martin Schlögl, der Gründer des neuen "Musik Raums" in einem Gassenlokal mit Blick auf den Henriettenplatz.

Er hat um sich eine Reihe von Profis versammelt, die nicht nur Jugendlichen und Erwachsenen, sondern auch den ganz Kleinen Freude am Gesang und Rhythmus vermitteln. "Im Moment sind wir neun Lehrer und Lehrerinnen, die hier ihre Workshops oder Einzelstunden veranstalten, und zwar jeder nach seinem eigenen Konzept, wenn auch nicht nach einem genauen Stundenplan", so Schlögl, der selbst Gitarre unterrichtet. Er möchte sich ebenso wenig wie alle anderen Lehrer im "Musik Raum" in einen strengen, vorgegebenen Lehrplan zwängen lassen, der dann oftmals zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Schüler nimmt.

Außerdem wollte er "endlich raus aus dem Wirken im Verborgenen" und den Unterricht etwas öffentlicher machen. "Das Lokal hier war lange Zeit eine Shisha-Bar. Dann stand es leer." Aus dem "finsteren Eck", wie er sagt, ist ein freundlicher Begegnungsort voller Musik geworden. "Das bestätigen mir die Nachbarn immer wieder. Sie freuen sich schon, wenn jeden Dienstagabend der Chor probt."

Handverlesene Musiker

"Qualitätsvoller Unterricht stand von Anfang an ganz oben auf meiner Wunschliste. Musikstunden, nach denen die Schüler bereichert nach Hause gehen und etwas mitnehmen", erklärt Martin Schlögl. "Das geht nur mit den Besten."
So unterrichtet die Gesangs- und Musikpädagogin Juliane Blinzer Atemtechnik, Stimmbildung und Gesang. Die Musikpädagogin Laura Steiner startet im Februar mit zwei Kinderkursen zum elementaren Musizieren mit Gesang, Tanz und Malen.

Ebenfalls im Februar veranstaltet der Schlagzeuger Gernot Bernroider, bis vor kurzem Professor für Jazz-Schlagzeug an der Fordham University in New York City, einen Workshop, der Studenten die Aufnahme- oder Abschlussprüfung an der MUK oder dem Jam Music Lab erleichtern soll: die "Jazz Jammademy". "Drei Dozenten – Bass, Klavier und Schlagzeug – sind als Profi-Rhythmusgruppe mit dabei. Wir üben Groove, Timings und Feinschliff." Mit der New Yorker Jazzsängerin Chanda Rule und Juliane Blinzer gibt es einmal im Monat einen "One Voice Workshop" für Vocalists und Performer. Marc T. Ischebeck unterrichtet Taketina, wobei in der Gruppe gemeinsam ein Rhythmus entwickelt wird. Dadurch sollen unter anderem das Fühlen und das Hören gestärkt werden. Dabei spielt er beispielsweise auf einem Berimbau, einem urzeitlichen Zupf-Schlaginstrument.

Darüber hinaus gibt es Schlagzeug und Percussion bei Alexander Forstner, Saxofon mit Werner Zangerle sowie Gitarren-, Bass- und Violinunterricht. Infos: www.musikraum.at

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