Elisabeth Ettmann aus Rudolfsheim
"Das ist mein Platz in der Welt"

"Mein Engagement hält mich lebendig", sagt Elisabeth Ettmann. Momentan sucht sie einen Raum dafür.
  • "Mein Engagement hält mich lebendig", sagt Elisabeth Ettmann. Momentan sucht sie einen Raum dafür.
  • Foto: Dutkowski/GB*
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Elisabeth Ettmann träumt von einem Ort, an dem alle mitbestimmen und mitgestalten können.

RUDOLFSHEIM. Elisabeth Ettmann kennt die Menschen im Grätzel und die Menschen kennen sie. Bis 2011 hat sie die "Beratung am Eck" in der Reindorfgasse geleitet. Damals hat Ettmann eine offene, niederschwellige Sozialberatung für alle angeboten. Auch nach ihrer Pensionierung hat sie das Angebot auf ehrenamtlicher Basis weitergeführt. "Denn das ist mein Platz in der Welt: Ich bin gesund, ich kenne mich aus und ich will helfen und verändern", sagt die bald 68-Jährige.

Doch nun hat sich ein Loch aufgetan: Die ursprünglichen Räumlichkeiten, die Ettmann für ihre Beratung verwendet hat, stehen seit einiger Zeit nicht mehr zu Verfügung.

Der Traum von einem Raum

Die Menschen aus dem Grätzel rufen aber trotzdem weiterhin bei Ettmann an und sie hilft auch weiter, wo sie kann. Doch ein Ort, an den an ein, zwei Nachmittagen in der Woche einfach jeder kommen kann, um mit der pensionierten Sozialarbeitern seine Probleme zu besprechen, der fehlt leider. Und davon träumt sie nun: von einem kostenlosen Raum, der im Winter beheizbar und einfach zugänglich für alle ist, mit einem Tisch, Sesseln und einem WC.

Eines der wichtigsten Dinge für Elisabeth Ettmann ist es, zu wissen: Der eine braucht das und der andere hat das. Denn wer die Menschen und ihre Bedürfnisse kennt, kann die richtigen Leute zusammenbringen. "Meine Philosophie ist es, für Veränderung einzutreten. Es kann nicht so bleiben, wie es ist", sagt sie. Ihre ehrenamtliche Hilfe ist ergänzend zu vielen Einrichtungen im Bezirk notwendig. Über die Jahrzehnte hat sie eine vertrauensvolle Verbindung zu den Menschen aufgebaut. "Es ist ein lebendiger Austausch und ich bekomme auch viel zurück. Mein Engagement hält mich lebendig."

Sicherheit für die Kinder

Und noch einen Traum hat sie: "Ich wünsche mir, dass alle ein gutes Leben haben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, damit es kein einziges von Armut betroffenes Kind mehr im Land geben muss. Damit keine alleinerziehende Mutter sich vor dem Schulanfang fürchten muss, weil sie sich diesen nicht leisten kann."

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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