Gleichberechtigung
"Die Frauen sind zu versöhnlich"

Die Rudolfsheimer Philosophin Lisz Hirn hat ein Buch über die gesellschaftliche Position von Frauen geschrieben.
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  • Die Rudolfsheimer Philosophin Lisz Hirn hat ein Buch über die gesellschaftliche Position von Frauen geschrieben.
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Manipulation und Misstrauen: Wie steht es um die Gleichberechtigung der Geschlechter?

RUDOLFSHEIM. Wie konservativ ist unsere Gesellschaft? Wie gleichberechtigt sind Frauen? Und: Sind sie es überhaupt oder tun wir bloß so? Dass Frauen nach wie vor diskriminiert werden, ist jedenfalls die These der Rudolfsheimer Philosophin Lisz Hirn. "Frau sein heißt in Österreich, aus Prinzip strukturell diskriminiert zu werden", ist sie sich sicher.

Nachzulesen ist das in ihrem neuen Buch "Geht’s noch! Warum die konservative Wende für Frauen gefährlich ist", das vergangene Woche im Molden Verlag erschienen ist und am Donnerstag, 7. März, in der Buchhandlung Thalia (6., Mariahilfer Straße 99) präsentiert wird. Ihre These: Eine Rückkehr konservativer Wertvorstellungen verschlechtere die gesellschaftliche Position von Frauen. "Es gibt ein großes Misstrauen, vor allem gegenüber Frauen und wie sie ihren Körper behandeln", so die Philosophin. Und weiter: "Die Gesellschaft gibt sich emanzipierter als sie wirklich ist."

Die Brandstifter

Ihre Thesen veranschaulicht Hirn mit Max Frischs Roman "Biedermann und die Brandstifter". Frisch zeige darin auf, dass eine biedere Geisteshaltung Mitläufertum und Opportunismus fördere. Und das sei nach wie vor ein großes Problem in der Gesellschaft, das auch die Gleichberechtigung der Frau verhindere. Aber auch Frauen seien verantwortlich für das neue Biedermeiertum, ist sich Hirn sicher: "Frauen sind zu versöhnlich. Viele holen sich die Brandstifter selbst ins Haus." Die "Biederfrauen" selbst seien die Komplizinnen der Brandstifter, die mit ihrer konservativen Rhetorik Frauen auf ihre Gebärfähigkeit reduzieren – freilich mit dem Zweck, gleichzeitig deren Diskriminierung zu rechtfertigen.

Gesetze, Verbote, Schönheitsideale oder Postings im Internet: Das alles beweise, dass das Leben der Frau trotz aller mehr oder weniger erfolgreichen Emanzipationsfortschritte im Mittelpunkt von Macht- und Gewaltfragen stehe.

Philosophie im Grätzel

Hirn organisiert außerdem bereits zum fünften Mal gemeinsam mit dem Verein für praxisnahe Philosophie die Veranstaltungsreihe "Philosophie im Grätzel". Los geht’s am Donnerstag, 28. März, mit dem Thema "Wohnen und Leben" ab 19 Uhr im Café Z in der Meiselstraße 2. Einem 20-minütigen Vortrag folgt eine moderierte Diskussion. Eintritt frei!

Alle Infos zum Buch und zu "Philosophie im Grätzel" gibt es auf www.liszhirn.at und auf www.praxisnahe-philosophie.at

Die Rudolfsheimer Philosophin Lisz Hirn hat ein Buch über die gesellschaftliche Position von Frauen geschrieben.
Am Donnerstag, 7. März, präsentiert Lisz Hirn in der Buchhandlung Thalia (6., Mariahilfer Straße 99) ihr neues Buch „Geht’s noch! Warum die konservative Wende für Frauen gefährlich ist“.
Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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