Henriettenplatz
Musik hinter Gittern beim ersten Käfigkonzert

Stefan Schlögl, Tobias Pichler, Martin Schlögl und Dominik Nostitz (v.l.) werden den Käfig zum Klingen bringen.
  • Stefan Schlögl, Tobias Pichler, Martin Schlögl und Dominik Nostitz (v.l.) werden den Käfig zum Klingen bringen.
  • Foto: Christopher Mavrič
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Ein Fußballkäfig wird beim ersten Käfigkonzert am Henriettenplatz zur Konzertbühne und zum Instrument.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Sie sind aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Man findet sie in Parks, auf öffentlichen Plätzen, in Höfen von Wohnhausanlagen oder etwa am Gürtel. Sie sind Sportstätten, Treffpunkte, Orte der Integration und neuerdings auch Musikinstrumente und Konzertbühnen: die Fußballkäfige. Dass die beliebten Käfige tatsächlich zur großen Bühne taugen, kann man am Donnerstag, 19. September, ab 19 Uhr im Fußballkäfig am Henriettenplatz miterleben. Dann veranstaltet die ARGE Henriette nämlich das erste Käfigkonzert der Stadt.

Stefan Schlögl, Martin Schlögl und Tobias Pichler organisieren das Konzert, bei dem das Rap-Duo EsRAP, die Experimental-Band XTMPLX und Musikschüler auftreten werden. Der Käfig selbst wird dann zum Instrument und jeder darf damit musizieren.

Das perfekte Grätzel für Neues

Der Platz, an dem das Konzert stattfindet, ist gut gewählt. "Wir kennen den 15. Bezirk gut und haben die Veränderungen mitbekommen. Früher war das hier die Vorstadt. Das ist jetzt nicht mehr so", so Martin Schlögl. Heute sei der 15. Bezirk näher ans Zentrum gerückt und die Nachbarschaft des Henriettenplatzes habe sich auch sehr verändert. Eine Veranstaltung wie das Käfigkonzert passe gut zum Grätzel und werde sicher auch viele Interessenten anziehen. Ebenfalls spannend: Am selben Tag findet in den Räumen der ARGE Henriette die Finissage einer Fotoausstellung statt, die sich mit dem Grätzel auseinandersetzt. Rudolfsheimer Fotografen zeigen darin ihre Sicht auf den Bezirk.

Der Gitarren-Trommel-Käfig zum Ausprobieren

Im Käfig selbst werden an diesem Tag Gitarrensaiten gespannt und die Gitter werden mit Abnehmern und Mikrofonen versehen. Wenn dann ein Fußball oder Basketball an die Gitterstäbe gekickt wird, entsteht ein Klang, der durch das technische Equipment abgenommen und verstärkt wird. "Wir vertonen also den ganzen Käfig und laden die Menschen dazu ein, ihn als Instrument zu nutzen", so Tobias Pichler. Einmal habe man das auch schon ausprobiert und die Kinder aus dem Grätzel seien davon begeistert gewesen. Der Käfig wird also einige Stunden lang der Star im großen Musikprogramm sein.

Das Konzert ist aber auch in vielerlei Hinsicht ein integratives Projekt: die Musiker mit ihrer Herkunft und Musik, die Kids, die hier zueinanderfinden, und die unterschiedlichen Generationen, die die Musik vereint. Doch zuallererst geht es den Veranstaltern einfach um die Musik und die Möglichkeit für die Menschen des Grätzels, zusammenzukommen und, wie Martin Schlögl sagt, "idealerweise miteinander eine gute Zeit zu haben".

Zur Sache
Am 19. September startet um 19 Uhr das Programm am Henriettenplatz – Streetfood, Käfigkick und Fotoausstellung inklusive. Alle Infos dazu gibt es auf www.kaefigkonzerte.at

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