Neubaugürtel: Wo Radler kuscheln müssen

Sparsam gestaltet: An der Kreuzung Neubaugürtel/Felberstraße gibt es zu wenige Stellflächen für Radfahrer.
  • Sparsam gestaltet: An der Kreuzung Neubaugürtel/Felberstraße gibt es zu wenige Stellflächen für Radfahrer.
  • Foto: Radlobby
  • hochgeladen von Christine Bazalka

RUDOLFHSEIM-FÜNFHAUS. Die Kreuzung Neubaugürtel/Felberstraße hat es weit gebracht – nämlich bis in die Top-Acht des Radkummerkastens der Radlobby Wien. Mit Ruhm und Ehre hat das leider nichts zu tun: Auf www.radkummerkasten.at werden nämlich die Ärgernisse der Wiener Radler gesammelt. Unter den am häufigsten genannten Stellen ist die Kreuzung im 15. Bezirk.

Das Problem: Der Radweg beim Westbahnhof ist sehr kompliziert, während die Gürtelfahrbahnen recht geradlinig sind. Am Gürtel fährt man so als Autofahrer zwischen der Mariahilfer Straße und der Stollgasse 320 Meter geradeaus. Man hat vier Ampeln zu überwinden, noch dazu auf der "grünen Welle".

Auf dem Radweg fährt man für dieselbe Relation etwa 465 Meter. Man muss dabei sechsmal die Richtung wechseln – teils um 90 Grad – und passiert sieben nicht koordinierte Ampeln. "Eine klare Benachteiligung der Radler", so Roland Romano von der Radlobby.

Zu wenig Platz

Bei mehreren Ampeln sind außerdem die Aufstellflächen sehr klein geraten. Radler und Fußgänger stehen sich gegenseitig im Weg. "Für die Autos hingegen ist die Fahrbahn sehr breit", bemängelt Romano. "Vollendete rote Welle an der Ampelserie, kombiniert mit vorbildlich sparsam dimensionierten Aufstellflächen", bringt es Radler Jens K. auf den Punkt.

Überlegungen laufen

Dem Bezirk ist die Gefahrenstelle nicht bekannt. "Wenn es jedoch Probleme gibt, sind wir gerne bereit, eine Lösung dafür zu unterstützen", so Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal (SPÖ). Ein Konzept zur Entschärfung liegt jedoch bereits vor – zumindest laut Wiener Mobilitätsagentur.

Für Details wird man an die MA 28 für Straßenbau verwiesen. Dort gibt man sich in Sachen Infos zurückhaltend: "Überlegungen existieren, aber noch kein Detailkonzept", so die Auskunft. Wie so oft hapert es derzeit noch am Geld: "Um den Radweg geradlinig zu führen, müsste man kostenintensive Umbauten durchführen." Die Überlegungen laufen aber weiter.

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