Rudolfsheim-Fünfhaus
Neue Schutzzonen am Prüfstand

Das Grätzel rund um die Maria vom Siege Kirche soll zur Schutzzone werden.
  • Das Grätzel rund um die Maria vom Siege Kirche soll zur Schutzzone werden.
  • hochgeladen von Anja Gaugl

Der 15. Bezirk will das Aussehen seiner Grätzel erhalten und hat größere Schutzzonen beschlossen.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Im 15. Bezirk macht sich die Politik Gedanken über das Aussehen – genauer gesagt über das Aussehen einiger Straßenzüge und Grätzel, die das Bild von Rudolfsheim-Fünfhaus prägen.

Trotz der Änderung der Bauordnung im Juli sieht man Handlungsbedarf, um den 15. Bezirk für die kommenden Generationen zu erhalten. "Die Schutzzone soll den schützenswerten Bestand zusätzlich absichern", heißt es aus dem Büro von Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal (SPÖ). In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde daher ein umfangreicher Antrag der SPÖ dazu beschlossen. Nur die ÖVP hat dagegen gestimmt.

Neue Schutzzonen für den 15. Bezirk

Im Antrag der SPÖ heißt es: "Da Wien als Fremdenverkehrsmetropole jährlich von zahlreichen Besuchern aus dem In- und Ausland unter anderem auch aufgrund des historischen Stadtbildes besucht und geschätzt wird, ist es aus kulturhistorischer Sicht erforderlich, Gebäude, Straßenzüge oder Plätze in ihrer Gesamtheit zu erhalten." Denn: Außerhalb von Schutzzonen können weiterhin Änderungen an den Gebäuden vorgenommen werden. Ein Beispiel: Das Haus Mariahilfer Straße 166–168, bei dem der Abriss gestoppt wurde und die bereits abgeschlagene Fassade wiederhergestellt werden muss.

Bei den neuen Schutzzonen handelt es sich um die äußere Mariahilfer Straße, die Sechshauser Straße und den Gürtel inklusive des Platzes rund um die Kirche Maria vom Siege. Außerdem soll auch der Bereich um das Amtsgebäude, also die Rosinagasse und der Friedrichsplatz, geschützt werden, ebenso die Herklotzgasse und die Kranzgasse. Teilweise gibt es in diesen Bereichen bereits Schutzzonen. Diese sollen geprüft und eventuell erweitert werden.

Magistrate prüfen

Jetzt sind zunächst einmal die zuständigen Stellen der Stadt Wien am Zug. Das Anliegen des Bezirks wird vom Magistrat für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) im Auftrag des Magistrats für Stadtteilplanung und Flächennutzung (MA 21) geprüft. Ist die Prüfung abgeschlossen, wird die Flächenwidmung überarbeitet. Je nach Größe der Schutzzone wird dieses Verfahren zwei bis sechs Monate lang dauern.

In weiterer Folge entsteht ein neuer Rotdruck – der Entwurf einer neuer Flächenwidmung – der dann öffentlich aufgelegt wird. Dazu können auch Bürger Stellungnahmen abgeben. Endgültig beschlossen wird die neue Widmung im Gemeinderat. Im Bezirk hofft man jetzt auf Tempo.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen