Papa und die parallelen Buben: Lustige Wortkreationen

Martin Wolfram, Zwillingsvater und Unternehmer

"Papa, was würdest du dir wünschen, wenn du eine Sternschluppe siehst?" "Eine Sternschluppe?" "Ja, eine Sternschluppe." Ich weiß nicht, ob Sie es ahnen, aber ich hab das Wort "Sternschluppe" extra wiederholt, damit der parallele Bube es noch einmal sagt. Weil ich es ja so unglaublich entzückend finde! Der Weg zur Sprachkompetenz ist einfach mit viel Fantasie und Missverständnis verbunden. Es gibt Wortschöpfungen der parallelen Buben, die großartiger sind, als ein Poet sie sich je ausdenken könnte. "Schrottolieren" statt "gratulieren" gehört dazu. Oder "schokolieren" statt "jonglieren", auch ganz wunderbar. Statt etwas zu benutzen, wird es von den parallelen Buben kurzerhand "vernutzt" – in vielen Fällen übrigens tatsächlich. Und der Begriff "Schusi" für japanisches Essen könnte direkt auf der Speisekarte eines Fusion-Restaurants stehen.

Fragt man die parallelen Buben, ob sie nicht ihre Patschen wegräumen wollen, dann sagen sie freudestrahlend: "Ja!" Klar. Sie wollen ja nicht. Und zu allem, was gestern war, sagen sie morgen. Ich gebe offen zu: Ich bessere meine Söhne meistens nicht aus, sondern genieße lieber ihre herrlichen Sprachverirrungen. Im Herbst kommen die parallelen Buben in die Schule, spätestens dann werde ich wohl in die saure Astrone beißen müssen. Zitrone meine ich, Entschuldigung.
Schicken Sie mir doch die lustigsten Wortkreationen Ihrer Kinder an familie@bezirkszeitung.at! Ich bin gespannt.

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