Gerstnerstraße
Sind die Ikea-Bäume jetzt in Sicherheit?

Für eine Zufahrt zur Megabaustelle sollten sieben Bäume gefällt werden. Ikea und der Bezirk suchen jetzt nach Alternativen.
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  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Sieben Bäume in der Gerstnerstraße sind einer Baustelle im Weg. Doch jetzt, so scheint es, dürfen sie bleiben.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Seit 60 Jahren stehen die Bäume in der Gerstnerstraße nahe des Westbahnhofs – dort, wo im Moment der modernste City-Ikea entsteht. Wenn sie sprechen könnten, hätten sie wohl einiges zu erzählen. Doch in den vergangenen Monaten hätten sie es wohl eher mit der Angst zu tun bekommen. Denn die Bäume, so hieß es, sollten einer erweiterten Zufahrt zur Ikea-Baustelle weichen.

Der Plan war, sie zu fällen und an anderer Stelle Ersatzpflanzungen durchzuführen. Doch der Bezirk hatte mit diesem Plan keine große Freude – auch, weil weder klar war, wo die Ersatzpflanzungen durchgeführt werden sollten, noch, warum es überhaupt notwendig sein soll, die Bäume zu fällen.

Bezirk kämpft vereint für die Bäume am Westbahnhof

Bezirkschef Gerhard Zatlokal (SPÖ) und die Grünen Rudolfsheim haben eine Fällung der Bäume vehement abgelehnt. "Viele Anrainer und wir Grüne sehen nicht ein, warum ausschließlich für die Zufahrt von Baumaschinen eine ganze Reihe von Bäumen gerodet werden soll", so Haroun Moalla, Klubobmann der Grünen im 15. Bezirk. "Die Bäume stehen dort seit über 60 Jahren. Wir wollen, dass sie bleiben. Magere Ersatzpflanzungen und Topfbäume haben ökologisch nicht annähernd denselben Wert wie alte Bäume mit großen Kronen", ist sich der Chef der Grünen sicher. Das üppige Volumen und Laubwerk filtere zudem die Luft und kühle sie ab. Singvögel würden außerdem nur in ausreichend hohen Bäumen nisten und brüten. "Ersatzpflanzungen können diese Funktion nicht im gleichen Ausmaß erfüllen – schon gar nicht, wenn sie weit weg vom Ort der ursprünglichen Baumfällung erfolgen."

Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal hat mit seinen Mitstreitern das Gespräch mit Ikea gesucht. Nun scheint eine Lösung gefunden und die Bäume in der Gerstnerstraße gerettet zu sein. "Es gibt zwar noch keinen fixen Bescheid, aber es schaut gut aus", heißt es aus dem Büro des Bezirkschefs. Ikea habe ebenfalls das Gespräch mit der Bezirkspolitik gesucht und nun sei man dabei, eine Alternative für die Zufahrt der Baumaschinen zu finden. Das, so vermutet man in der Bezirksvorstehung, könne jetzt sehr schnell gehen, da Ikea Verzögerungen beim Bau unbedingt vermeiden möchte. In den kommenden Wochen erwartet man eine Entscheidung. Doch für die sieben Bäume, welche die Gerstnerstraße ein wenig schöner machen, schaut es gut aus.

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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