Bezirksvertretung
Weg frei für das grüne Haus des Ikea

Mit dem Rad, zu Fuß oder mit den Öffis soll beim Ikea am Westbahnhof eingekauft werden. Parkraum für Autos ist nicht geplant.
  • Mit dem Rad, zu Fuß oder mit den Öffis soll beim Ikea am Westbahnhof eingekauft werden. Parkraum für Autos ist nicht geplant.
  • Foto: Ikea
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Malm, Brimnes und Kallax – was diese Begriffe mit Rudolfsheim zu tun haben? Nun, die genannten Wörter sind alles Namen für Möbelstücke des Möbelhauses Ikea. Und dieser ließ in der jüngsten Bezirksvertretungssitzung die Wogen hochgehen.

Schon länger steht’s fest: Das Blaue Haus soll abgerissen werden und stattdessen das grüne Haus des schwedischen Möbelriesen einziehen. Über einige Details wurde im Bezirk nun abgestimmt.

Parkplätze müssen weichen

Von der MA 21 (Abteilung für Stadtteilplanung und Flächennutzung) wurde der Rotdruck präsentiert. Änderungen der Widmungskategorie oder Gebäudehöhe beinhaltet dieser nicht, lediglich Neuerungen im Bebauungsplan. Unter anderem soll sich die Verkaufsfläche des Ikea Gebäudes auf 18.000 Quadratmeter belaufen. Das sind tausend Quadratmeter mehr als die gesamte BahnhofCity.

Des Weiteren soll der beengte Bereich der Bim-Station auf der Mariahilfer Straße durch eine vier mal vier Meter große Arkade erweitert werden. Auch sollen Parkplätze wegfallen, da das Konzept von Ikea nur öffentlichen Verkehr vorsieht.

Scharfe Kritik

Seitens der FPÖ stießen die Adap-tionen nicht auf Begeisterung. Bezirksrat Günther Mück kritisierte den "frechen Widmungsplan". "Durch die zusätzlichen 18.000 Quadratmeter wird die Verkaufsfläche der BahnhofCity verdoppelt. Mit einem Einkaufszentrum dieser Größe kommt es zu einem Kaufkraftabfluss der äußeren Mariahilfer Straße", so der Freiheitliche.
Ebenfalls äußerte er Zweifel an dem allgemeinen Konzept des Möbelhauses. "Es werden sicher nicht wie erwartet alle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Ikea fahren", so Mück.

Mehrheitlich für die Änderungen gestimmt wurde trotzdem. Weiters wurde in der BV-Sitzung für eine Fassadenbegrünung des Amtshauses auf Antrag der Grünen, sowie für sogenannte "Regenbogenbänke" auf Antrag von Neos gestimmt.

Schwammstadt erwünscht

Für Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal (SPÖ) war die Schwammstadt ein Thema, dessen Wichtigkeit er nur betonen konnte. Dabei geht es darum, Wasser unter den Straßen zu sammeln, indem durch faustgroße Steine große Becken gebaut werden. In den so entstehenden Hohlräumen kann dann das Wasser zurückgehalten und gespeichert werden.

"Nicht nur wirkt man damit Hitzeinseln entgegen, sondern verlängert auch die Lebenszeit von Bäumen von zehn bis auf 25 Jahre", so Zatlokal. Die Stadt Wien prüfe zurzeit noch, ob eine Schwammstadt auch in Rudolfsheim möglich wäre. "Ich wäre froh, wenn auch wir so ein nachhaltiges Projekt umsetzen könnten", hofft der Bezirkschef.

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