Kid Pex in Rudolfsheim
Wo der Hip-Hop daheim ist

Rudolfsheim ist schon längst Kult: Von dieser Aussage ist Kid Pex überzeugt.
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  • Rudolfsheim ist schon längst Kult: Von dieser Aussage ist Kid Pex überzeugt.
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Rudolfsheim ist Rap, Rap ist Kid Pex: ein Grenzgang zwischen der Türkei, Sarajevo und Fünfhaus.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Seine Shirts sind aus Wien nicht mehr wegzudenken. "Wien bleibt stabil" steht auf den vom Rapper Kid Pex produzierten Leiberln – eine Botschaft für Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung. Verkauft werden sie unter anderem in Rudolfsheim-Fünfhaus. Dazu später mehr.

Zu Rudolfsheim-Fünfhaus hat Kid Pex einen besonderen Bezug, und das nicht nur, weil hier der Wiener Hip-Hop spätestens seit dem Aufstieg von RAF Camora zu Hause ist. "Zur Zeit des Jugoslawien-Krieges bin ich wie alle anderen Jugos auch immer am Westbahnhof gestanden und habe die jugoslawischen Zeitungen nach Neuigkeiten durchgeblättert. Das war schon skurril. Der eine hat kroatische Zeitungen gelesen, der andere serbische. Und alle standen nebeneinander." Heute sei es egal, aus welchem Teil des Balkans man kommt. "Wir sind alle einfach Ex-Jugos." Rudolfsheim-Fünfhaus ist ein Hotspot für die Balkan-Community Wiens. "In den letzten Jahren haben viele Balkan-Lokale hier aufgemacht. Es gibt auch mehr Nachtleben als früher."

Wenn der Rapper die Haare schön haben will, geht er zum Ali in der Märzstraße, genauer gesagt zu Ali Duman, der hier seit zehn Jahren seinen Salon betreibt. Auch der Hip-Hop-Produzent "Freshmaker" lässt sich hier frisieren. "Hip-Hop hat den Bezirk international bekannt gemacht", sagt Ali Duman. "Vor dem türkischen Lokal Kent lassen sich jetzt immer Touristen fotografieren, weil es in einem Musikvideo vorgekommen ist."

Bei Headbud zu Besuch

Das Geschäft Headbud ist sowohl Freunden des gepflegten Rauchs als auch Musikliebhabern ein Begriff. Vor allem Hip-Hop- und Techno-Fans zieht es hierher – und Kid Pex, der hier seine Leiberl verkauft. "In Rudolfsheim haben meine Shirts schon Kultstatus." Headbud liegt direkt am Meiselmarkt und ist ein seit 13 Jahren bestehendes Traditionsgeschäft. Hinter der Ladentheke steht Jasmin, die ihre Mutter Trixi vertritt. "Es hat hier eine spürbare Veränderung gegeben", sagt sie. "Der Platz wurde saniert und ist belebter geworden. Es wird mehr Publikum als früher angelockt." Die Kaufkraft sei im Bezirk jedoch nach wie vor nicht so groß. Man habe versucht, sich daran anzupassen.

Über den Rustensteg geht es von Rudolfsheim hinunter nach Fünfhaus. Das Ziel ist das "Merak" in der äußeren Mariahilfer Straße. Hier gibt es Balkanküche vom Holzkohlegrill. An der Wand hängt ein Bild von Che Guevara, darunter der Schriftzug "Che Vap", eine Anspielung an eine der vielen Spezialitäten des Hauses. "Mich erinnert das hier voll an Sarajevo", sagt Kid Pex, der hier bereits zwei Konzerte gegeben hat. "Vor allem an den alten Basar im historischen Stadtzentrum. Dort ist die Atmosphäre die gleiche wie hier."

Autor:

Christian Bunke aus Wieden

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