07.06.2017, 16:59 Uhr

Goji-Beeren

Goji-Beeren: Superfood aus dem Garten
von Christine Pauli
Goji-Beeren kennt man unter dem Namen Chinesische Wolfsbeere. Wie der Name verrät, stammt die Frucht ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Den Strauch, an dem Goji-Beeren wachsen, auch Bocksdorn genannt, können Sie problemlos aber auch in unseren Breiten anpflanzen. Dieser wird bis zu 3 m hoch und blüht vom Juni bis September. Die Beeren sind orangerot und reifen von August bis Oktober.
Vorgezogene Sträucher erhalten Sie in gut sortierten Gärtnereien für etwa 10 €. Ab der zweiten Aprilhälfte bis in den Spätherbst hinein können Sie die Pflanzen setzen.
Geben Sie der Pflanze am besten einen Platz, an dem sie den ganzen Tag über Sonnenlicht be-kommt. Vorsicht aber, pflanzen Sie Bocksdorn nicht in die Nähe von Nadelbäumen. Denn dort ist der Boden leicht sauer. Das würde der Goji-Strauch nicht vertragen.
Zum Pflanzen sollten Sie ein Loch der Größe von 40x40x40 cm ausheben. Der Abstand zu benachbarten Pflanzen sollte etwa 1-1,5 m betragen. Pflanzen Sie den Strauch zusammen mit nährstoffreicher Erde ein. Daneben stecken Sie am besten einen Stock in die Erde, die Pflanze daran festbinden, damit die Zweige bei Wind nicht brechen.
Die eigenen Beeren ernten
Im ersten Jahr wird der Strauß bis zu 1 Meter hoch. Kürzen Sie Ihren Bocksdorn im Frühling auf 50-60 cm. Auch im zweiten Jahr kleinere Zweige zurückschneiden. Im dritten Jahr trägt der Strauch die ersten Früchte.
Pro Strauch können Sie bis zu 5 kg Beeren ernten. Ernten Sie diese vor dem ersten Frost: Pflücken Sie die Beeren entweder mit der Hand oder schütteln Sie die Zweige und sammeln Sie die Beeren auf einer ausgelegten Plane.
Sie können die Beeren direkt essen - oder sie trocknen lassen. Legen Sie die Beeren dazu am besten für 48 Stunden in die Sonne.
Profitieren Sie von den zahlreichen Vitaminen und Mineralien
Zu den Superfoods zählt die Goji-Beere aufgrund ihrer Inhaltsstoffe: Sie enthält 19 Aminosäuren, darunter zehn, die Ihr Körper nicht selber herstellen kann.
Mit ihrem Vitamin C-Gehalt steht die Beere anderem Obst in nichts nach: Sie enthält mehr Vitamin C als eine Orange.
Auch der weitere Vitamin- und Mineralgehalt kann sich sehen lassen: Neben den Vitaminen A, B, C und E liefert Ihnen die Beere 21 Mineralien, darunter Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium.
Allein 50 Gramm Goji-Beeren decken Ihren Tagesbedarf an Eisen. Deshalb sind die Früchte insbesondere für Vegetarier, die häufig unter Eisenmangel leiden, eine interessante Speisenbeilage.
So können Sie Goji-Beeren außerdem nutzen
Saft aus Goji-Beeren erhalten Sie im Reformhaus, im Bioladen oder im gut sortierten Supermarkt.
Pulver in Kapselform erhalten Sie im Drogeriemarkt oder im gut sortierten Supermarkt. Nehmen Sie täglich eine Kapsel unzerkaut mit viel Wasser. Beispielsweise während einer Erkältung.
Getrocknete Früchte erhalten Sie im Reformhaus, im Bioladen, im Drogeriemarkt und im gut sortierten Supermarkt. Würzen Sie Ihre Speisen mit den bittersäuerlich schmeckenden Früchten.
Nutzen Sie die Früchte beispielsweise als Einlage für Suppen, Joghurts oder geben Sie eine Handvoll Trockenfrüchte in Ihr Müsli. Um Pestizide zu vermeiden, achten Sie darauf, Beeren möglichst aus biologischem Anbau zu kaufen.

Achtung! Bei Einnahme von Blutverdünnern auf Goji-Beeren verzichten
Doch Vorsicht: Wenn Sie Blutverdünner wie Marcumar® nehmen, sollten Sie auf den Genuss der Frucht verzichten. Goji-Beeren verstärken die Wirkung des Medikaments und erhöhen unter Umständen das Blutungsrisiko.

Autor Christine Pauli.
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Renate Blatterer aus Favoriten | 07.06.2017 | 17:17   Melden
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 07.06.2017 | 18:14   Melden
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Ingrid Bögner aus Klagenfurt | 07.06.2017 | 18:32   Melden
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Poldi Lembcke aus Ottakring | 07.06.2017 | 21:44   Melden
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Birgit Winkler aus Krems | 08.06.2017 | 11:28   Melden
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Gerhard Singer aus Ottakring | 16.06.2017 | 16:57   Melden
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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 17.06.2017 | 09:42   Melden
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