28.11.2017, 15:10 Uhr

Barbara Zanotti: Rudolfsheimerin erwandert Wien nach dem Alphabet

Barbara Zanotti mit Hündin Ophelia, ihrer ständigen Begleiterin auf den Spazierwegen.

Von A wie Aspern bis Z wie Zentralfriedhof: Bloggerin Barbara Zanotti entdeckt auf ihren "Alphabetwanderungen" ganz Wien. Uns hat sie ihren liebsten Wanderweg verraten.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Vom Philosophie-Studium über Marktforschung und Hundesitten bis zum Lektorat im Weltsprachen Übersetzungsbüro: Es gibt fast nichts, was Barbara Zanotti noch nicht gemacht hat. Eine Konstante hatte die Rudolfsheimerin aber immer schon: das Fotografieren. "Learning by doing war das für mich", meint die gebürtige Tirolerin Zanotti, die seit 35 Jahren in Wien lebt.

Ganz Wien entdeckt sie mit der Kamera, die Bilder veröffentlicht Zanotti auf ihrem Blog "my secret vienna". Immer an ihrer Seite dabei ist Hündin Ophelia (6), die Zanotti aus Griechenland gerettet hat. "Hunde sind die dankbarsten Begleiter beim Spazieren gehen – die stören nämlich nicht beim Fotografieren", ist Zanotti überzeugt. Das Besondere daran: Die Route ihrer Spaziergänge gibt das Alphabet vor. "Aspern, Breitensee, Cobenzl – so entdeckt man die ganze Stadt. Ansonsten geht man ja immer die gleichen Wege."

Vom Meiselmarkt bis zum Wienerberg

Ihre Lieblingsplätze fürs Fotografieren? "Die Fußgängerbrücke beim Westbahnhof ist reizvoll, aber auch der Piaristenplatz in der Josefstadt, wenn man über die Bezirksgrenzen mal hinausblickt. Für mich der italienischste Platz überhaupt in der Stadt", sagt Zanotti. Auch von der Schwarzenbergallee ist sie begeistert: "Vor allem das Gasthaus 'Zur Allee' ist ein Traum. Die haben sogar einen veganen Adventmarkt", empfiehlt Zanotti.

Und ihr aktuell liebster Wanderweg? Derzeit kommt der Buchstabe W – wie Wienerberg – dran. Uns hat Barbara Zanotti die Route verraten:
• Vom Meiselmarkt geht's mit dem 12A zur Stiegergasse: "Am besten mit einem Zwischenstopp im Restaurant Eduard am Sparkassaplatz", so Zanotti. Dann weiter durch die Storchengasse zur Brücke über den Wienfluss und schon ist man in Meidling.

• Die verkehrsberuhigte Meidlinger Hauptstraße aufwärts zur Bushaltestelle bei der Philadelphiabrücke, mit dem 7A bis zur Eibesbrunnergasse und ein paar Schritte die Eibesbrunnergasse entlang bis zum Eingang ins weitläufige Wienerberggelände. Den Mac Donald’s links liegen lassen und den Gehweg neben der Triester Straße bis zur Unterführung gehen.

• Nach ein paar Schritten tut sich der Blick auf den Wienerbergteich auf: "Schon sieht man die Spiegelungen im dunstigen Licht schimmern. Vielleicht begrüßt uns sogar eine kleine rote Heidelibelle", so Zanotti. "Kaum zu glauben, dass die bei dieser Kälte noch unterwegs sind und dass ich es geschafft habe, sie zu photographieren, obwohl sie so schnell wieder weg war."

• Auf der anderen Seite des Teichs gibt's einen sehr steilen Weg mit Aussicht über die herbstlich verfärbten Bäume und die Dächer bis zum Schneeberg. Bei der Neilreichgasse dann wieder in die Straßenbahn einsteigen und zurück bis zum Reumannplatz fahren. Dort wartet die Linie 6, die einen wieder zum Westbahnhof zurückbringt.
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