02.02.2012, 02:30 Uhr

Meiselmarkt: Jetzt wird’s ernst!

Spezialitäten-Händler Giovanni Viandante bezweifelt, dass er die Zeit des Umbaus am Meiselmarkt überleben wird. (Foto: Schwarz)

Startschuss für Bau von 71 Wohnungen: 15 Standler sind umgezogen

(ah). Das Ende einer Ära läutet der Umbau am Meiselmarkt ein: Alexander Maly betreibt seit 1974 seinen Käsestand am Meiselmarkt. Nun sperrt er zu. „Ich habe keine Perspektive mehr.“

Ersatzstände in Markthalle
Ein Jahr sollen die Arbeiten der Wiener Städtischen und der EWG Heimstätte dauern, zu lange für das Meiselmarkt-Urgestein: „Ich kann in der Zeit ja nicht in die Luft schauen!“
15 der 60 Standler sind wegen der Arbeiten umgezogen, fünf haben die angebotenen Ersatzstände in der Markthalle angenommen. Giovanni Viandante ist einer von ihnen: „Ich glaube nicht, dass ich die Baustellen-Zeit überleben werde.“

Bauernmarkt zieht um
Auch die 18 Bauernmarkt-Standln bei der Johnstraße müssen einem Baustofflager bzw. der Baustellenzufahrt weichen: Im Februar ziehen sie auf den Leopold-Mistinger-Platz um.

Aussetzen der Miete
Michael Horak, Leiter der Wiener Märkte, versteht die Ängste der Markstandler zwar, Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht: „Betroffene müssen für neun Monate keine Miete und für drei Monate keine Betriebskosten zahlen.“
Die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger sieht die Zukunft des Markts rosig, die Anfrage für Stände für die Zeit nach dem Umbau habe zugenommen: „61 der 65 Standln werden dann vergeben sein – elf mehr als vor der Bauphase.“
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