25.12.2017, 12:11 Uhr

Neue Burg in Wien

Ein paar Details vom Aufbau über dem Durchgang zur Alten Burg ...
... und ein paar interessante Details zur Neuen Burg:
Die Neue Burg hätte mit einem Zwillingstrakt gegenüber (der aus Kostengründen nicht realisiert wurde) das Kaiserforum gebildet, das mit dem Museumsplatz und den Zwillingsbauten der Museen wohl wahrlich imposant gewesen wäre.

Die Baugeschichte (aus wikipedia): Nachdem seit 1871 an den beiden Hofmuseen gebaut worden war, genehmigte der Kaiser 1881 den Bau des „Hofburgflügels gegen den Kaisergarten“, wie die Neue Burg offiziell genannt wurde. Nach dem Tod Hasenauers leiteten 1894-97 dessen Schüler Bruno Gruber und Otto Hofer, 1897-99 die Beamten Emil von Förster und Julian Niedzielski mehr oder weniger glücklos den Bau, bis 1899 Friedrich Ohmann zum Hofburg-Architekten berufen wurde. Er konnte unter anderem das Glashaus im Burggarten errichten.
Der Bau ist (auch) durch die örtlichen Gegebenheiten sehr kostspielig geworden. Die Fundamente mussten bis zu 25 m tief gegraben werden, da sich der Standort auf dem aufgelockerten Areal der ehemaligen Stadtgräben und unterirdischen Verteidigungsanlagen befand. Für diese Fundamente wurde der poröse Leitha-Kalksandstein aus Winden am See genommen. Die besonders belasteten Teile der mittragenden Steinfassade sind aus hartem Wöllersdorfer Stein. Der Sockel besteht aus dem weißen Kalkstein von Duna-Almás bei Süttö westlich von Esztergom in Ungarn. Die Verblendung des Mauerwerks besteht aus Kreide-Karstkalken von Marzana in Istrien, von der Insel Brač, Kroatien. Zahlreiche Schlosser- und Kunstschmiedearbeiten wurden von Alexander Nehr geschaffen.
Nachdem 1906 Kaiser Franz Joseph seinen Neffen und Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este zum Protektor des Burgbaus ernannt hatte, wurde Ohmann von Ludwig Baumann abgelöst, der den Bau bis 1923 weiterführte, jedoch nicht mehr vollenden konnte.

Man sieht also, die Neue Burg wurde eigentlich gar nicht in der Monarchiezeit fertig ...
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