10.10.2016, 08:36 Uhr

S-Bahn-Netz: Vorstoß für mehr Stopps und dichtere Intervalle auf der S50

Drei weitere Stationen auf der Linie S50 wünschen sich die NEOS für Anrainer und Pendler. Für Baumgarten gibt es Hoffnung. (Foto: APA, Zop-Vieh)

Die NEOS fordern drei neue Stationen zwischen Westbahnhof und Hütteldorf sowie dichtere Intervalle.

PENZING/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Diskutiert wird darüber schon lange, wenn auch immer wieder in unterschiedliche Ausprägungen: die Verbesserung der S-Bahnen. Seit Jahren fordern SPÖ und ÖVP einen 15-Minuten-Takt für die S50 und haben dafür auch Unterschriften gesammelt und Anträge beschlossen. Die NEOS Penzing haben sich nun eingehend mit der S-Bahn beschäftigt und das Konzept "S50+" ausgearbeitet.

Genauer gesagt geht es dabei um den Nahverkehr auf der Westbahnstrecke zwischen Tullnerbach-Pressbaum und dem Westbahnhof. Mit der Aufwertung der Linie soll sowohl für die Penzinger als auch die Pendler die S-Bahn eine Alternative zur U-Bahn werden. Ein Argument für den Ausbau: Nach der Eröffnung des Hauptbahnhofs wären auf der Westbahnstrecke deutlich dichtere Intervalle möglich. "Dieses Potenzial wird bisher überhaupt nicht genutzt", so Wolfgang Gerold, Obmann der Penzinger NEOS.

Ruf nach mehr Stationen

Geht es nach den NEOS, sollen zwischen dem Westbahnhof und Hütteldorf drei weitere Stationen errichtet werden: beim Technischen Museum, bei der Cumberlandstraße und in Baumgarten. Damit wäre laut Gerold die S50 eine echte Alternative zur U-Bahn. "Die Station Baumgarten fordern wir schon lange. Generell setze ich mich für die S-Bahn ein", so die Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner (SPÖ) zu der Idee.

Ein weiterer Grund für die Maßnahmen: "Im Kostenvergleich mit dem immer wieder geforderten U-Bahn-Ausbau ins Umland schneidet eine Aufwertung der S-Bahn deutlich besser ab", so Gerold. Die NEOS haben dafür Kosten von 26 Millionen Euro errechnet.

Im Vergleich: Der U1-Ausbau um 4,6 Kilometer in den Süden kostet 600 Millionen Euro. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind grundsätzlich nicht gegen Veränderungen. Aber für dichtere Intervalle müssten sich die Länder Wien und Niederösterreich einigen und diese finanzieren. "Solange aber die Infrastruktur nicht angepasst ist, ist keine Verkehrsverdichtung möglich. Dafür müssen die Bahnhöfe Penzing und Hütteldorf umgebaut werden und eine Wendemöglichkeit im Bereich Tullnerbach geschaffen werden", so Pressesprecher Christopher Seif. Mit der Stadt Wien gebe es langfristige Überlegungen einer Haltestelle im Bereich Baumgarten. Für die anderen Standort sei laut Untersuchungen die mögliche Auslastung zu gering.
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