11.07.2018, 12:39 Uhr

U-Bahn-Stars: 6.000 Auftritte in einem Jahr

Öffi-Stadträtin Ulli Sima mit SAE-Geschäftsführer Christian Ruff. Im Herbst soll die erste U-Bahn-Stars-CD entstehen. (Foto: Peter Draxl)

6.000 Auftritte an mittlerweile sechs Standorten: Die Wiener Linien und Stadträtin Ulli Sima ziehen positive Bilanz nach einem Jahr des Musikprojekts. Im Herbst entsteht die erste U-Bahn-Stars-CD.

WIEN. Musikbegleitung beim Umsteigen: Begonnen hat alles am Westbahnhof, mittlerweile kann man in sechs U-Bahn-Stationen in den Genuss eines Gratis-Konzertes kommen. Und nicht selten sieht man Grüppchen stehen, die der allgemeinen Hektik trotzen und zuhören. "Die U-Bahn-Stars haben sich vom Pilotprojekt zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. 6.000 Auftritte haben seit dem Start für Unterhaltung und eine angenehme Atmosphäre und Wohlbefinden bei den Fahrgästen gesorgt", so Öffi-Stadträtin Ulli Sima anlässlich des 1. Geburtstages.

40 Künstler aus 14 Ländern spielen regelmäßig in den U-Bahn-Stationen, auf der Wiener Linien-Website kann man nachschauen, wann wer wo ist. Grundsätzlich spielen die Musiker zwischen 15 und 23 Uhr. "Das Feedback der Fahrgäste ist sehr positiv. Wir freuen uns, dass Musik in der U-Bahn so angenommen wird", sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien. Zwölf unterschiedliche Instrumente - von der klassischen Gitarre bis zur „Hangdrum“ - kommen bei den Auftritten zum Einsatz.


Chance für Musiker

Eine kleine Starthilfe kann das Projekt auch für die Künstler sein, immerhin fahren zehntausende Wiener täglich mit den Öffis und steigen an den bespielten Stationen Westbahnhof, Karlsplatz, Stephansplatz, Schwedenplatz, Spittelau und Praterstern vorbei. Dass die U-Bahn-Stars auch außerhalb der Stationen an Bekanntheit gewinnen, für Auftritte gebucht und auch zu Studioaufnahmen bis nach London eingeladen werden, sind weitere positive Nebeneffekte. Erste Studioaufnahmen und CD-Präsentationen hat es laut Wiener Linien bereits gegeben.

Vorbild für das Projekt sind übrigens Metropolen wie London oder New York. Dort werden schon seit längerem Musiker ausgewählt, die dann in verschiedenen U-Bahn-Stationen spielen. In Wien muss man auch einige Kriterien erfüllen um auftreten zu dürfen, zum Beispiel eine 1,5 Stunden lange, abwechslungsreiche Playlist spielen können. Übrigens: Die Künstler verdienen nur, was sie an freiwilligen Spenden von den Passanten bekommen.

Eigene CD der U-Bahn-Stars

Wer nicht in U-Bahn-Stationen herumstehen möchte, hat auch schon bald die Möglichkeit, die Musiker zuhause zu hören. Für Herbst ist die Produktion einer eigenen CD geplant. Produziert wird das Best Of der Wiener U-Bahn-Klänge die CD am neuen europäischen  Campus des Medieninstituts SAE in der Hohenstaufengasse im 1. Bezirk. „Die U-Bahn-Stars-Compilation wird eines der ersten großen und spannenden Projekte sein, das wir in den Studios am neuen Campus umsetzen werden“, sagt Christian Ruff, Geschäftsführer der SAE Austria GmbH und Campus-Manager der SAE Wien.
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