30.10.2017, 13:12 Uhr

Rudolfsheim-Fünfhaus: Neues Grün für das Bezirksamt gefordert

Grünen-Chef Christian Tesar möchte gerne die Fassade und die Innenhöfe der Bezirksvorstehung begrünen.

Schluss mit Grau in Grau: Geht es nach den Grünen, soll das Amtshaus in der Gasgasse bepflanzt werden.

RUDOLFHSEIM-FÜNFHAUS. Mit gutem Beispiel vorangehen: Das soll Rudolfsheim als einer von sieben Klimabündnisbezirken Wiens tun – zumindest wenn es nach den Grünen geht. Die Forderung: Der Bezirk soll die Fassade und die beiden Innenhöfe des Amtshauses in der Gasgasse begrünen.

"Begrünte Fassaden und Innenhöfe kühlen, produzieren Sauerstoff und können Staub aus der Luft filtern", so Grünen-Klubobmann Christian Tesar über die Vorteile. Die derzeitige Bepflanzung im Amtshaus sieht recht trostlos aus: In ein paar Trögen wachsen mehr oder weniger mickrige Pflanzen neben Unkraut.

"Oft werden die Blumenkistl als Aschenbecher missbraucht. Im Amtshaus und den Höfen herrscht Rauchverbot, deswegen gibt es hier auch keine Aschenbecher. Ausgedämpft werden die Zigaretten dann in der Erde in den Trögen", sagt Christian Tesar.

Fassade wird saniert

Bei einem Antrag vor zwei Jahren im Bezirksparlament hatten die Grünen mit ihrer Idee keinen Erfolg: "Die Innenhofbegrünung wurde abgelehnt, unser Antrag auf Fassadenbepflanzung mit dem Verweis auf die bevorstehende Sanierung des Amtshauses auf die lange Bank geschoben", so Tesar.

Für eine Gesamtsanierung des 1880er-Jahre-Baus gibt es aber eine Absage vom Gebäudemanagement der Stadt Wien. 2018 soll jedoch die Fassade erneuert werden. Eine Begrünung ist dabei eine Option: "Sofern sich das technisch und wirtschaftlich umsetzen lässt", heißt es.

Ein Blick über die Bezirksgrenzen hinweg zeigt, dass dies nicht immer einfach ist: In Hernals wurde die Begrünung des Amtshauses zwar beschlossen, die Fassade ist jedoch denkmalgeschützt, was das Vorhaben ins Schwanken bringt.

Ähnlich die Situation in Hietzing: Im Frühjahr wurde beschlossen, dass der neuere Teil des Amtshauses sein 1970er-Jahre-Aussehen verlieren und die Fassade begrünt werden soll. Die Stadt hat zwar das Okay dafür gegeben, allerdings mit Einschränkungen. Vorläufig sollen nur die großen Betonflächen ohne Fenster mit Kletterpflanzen verschönert werden. Verworfen wurde die Begrünung aber nicht: Wenn in ein paar Jahren eine neue Fassade fällig wird, soll dieser Wunsch berücksichtigt werden.
1
Einem Mitglied gefällt das:
1 Kommentarausblenden
7
Monika Milec aus Donaustadt | 31.10.2017 | 02:47   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.