27.11.2017, 13:55 Uhr

Ausstellung: „Torpedo von Rijeka – erste in der Welt“

Wien: Alte Schiebekammer | Am Dienstag, dem 21. November 2017, um 18 Uhr, durfte ich in den Räumlichkeiten „Alte Schieberkammer" auf der Schmelz, in der Meiselstraße 20, 1150 Wien, bei der Eröffnung der Ausstellung „Torpedo von Rijeka – erste in der Welt“ dabei sein.
Bei dieser Ausstellung, die auf die "Geburtsstätte" des Torpedos in Rijeka hinweist und seine Entwicklung erläutert, gab es nach der Begrüßung von Mag. Anamarija Manestar, der Direktorin der Kroatischen Akademischen Gemeinschaft in Österreich, Vorträge von Ervin Dubrović, Direktor des Stadtmuseums von Rijeka/Kroatien sowie Deborah Pustišek Antić, Kuratorin des Stadtmuseums von Rijeka. Auch Ing. Helmut W. Malnig vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein  (ÖIAV) brachte sich durch ein Kurzreferat bei der Eröffnung ein.
Direktor Ervin Dubrović, Frau Deborah Pustišek Antić sowie Herr Ing. Helmut Malnig wiesen auf diese besondere Erfindung in ihren Reden hin. Der vor rd. 150 Jahren im damaligen Fiume - heute Rijeka entstandene Torpedo entstand aus dem ersten durch Leinen ferngelenktem Sprengboot „salva-coste“ („unmanned surface vehicle“- u.s.v.) des Fiumaners Giovanni Luppis. Der geniale englische Marine-Ingenieur, Robert Whitehead, der für die k.u.k.- Marine arbeitete, entwickelte aus dieser Idee den „Torpedo“, ein Unterwassergeschoß.
Ing. Malnig führte aus: „Der Torpedo ist ein autonomes Geschoß, das einmal abgefeuert, von außen nicht sichtbar, selbstständig ein Ziel anläuft und dieses bei Erfassen durch eine Unterwasserexplosion vernichtet.Der Torpedo ist ein technisches Wunderwerk, das durch das wissenschaftlich- technische know-how seiner Zeit ständig seine Präzision und Wirkung verbessert, wozu seine modulare Bauweise beiträgt. Durch die Torpedolizenzen an das Ausland entstand auch die erste internationale militärtechnische Kooperation. Wegen der Einfachheit seiner Handhabung und des Lanciersystems wurde er auch für kleine Seemächte ein „force equalizer“, der den Seekrieg revolutionierte.
Seine Bedeutung im 19. Jahrhundert gleicht jener der Weltraumrakete in unserer Zeit.
Ursprünglich konzipiert, wie R. Whitehead sich ausdrückte:„…um jeden zukünftigen Seekrieg zu verhindern!“, liefert er nach zwei Weltkriegen nur als positiven spin-off das Gyroskop, das heute verfeinert, zuverlässige Instrumente für die Navigation, Flugsicherheit und Weltraumfahrt ergibt.
Der Torpedo hat eine lange Geschichte, die in Rijeka vor 150 Jahren begann und er lebt weiter – noch schrecklicher dank des technischen Fortschritts! Der Trend geht heute in Richtung des ursprünglichen Sprengbootes von Luppis (u.s.v.) wegen seiner geringen Silhouette und großen Geschwindigkeit, wenngleich die subaquatische Explosion nicht perfekt sein kann.“

Die Ausstellung wird ungefähr 2 Monate nach Anmeldung zu besichtigen sein.     (Kroatischen Akademischen Gemeinschaft)
Hinweis: Im Heeresgeschichtlichen Museum kann man Torpedos im Original besichtigen.
HGM: http://www.hgm.at/
            Weitere Hinweise: Ausstellung
http://www.haz-at.com/index.php/80-haz/145-bec-otv...
Stadtmuseum Rijeka:
http://www.visitrijeka.eu/de/Was_tun/Veranstaltung...
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