Ausstellung
Das Unsichtbare sichtbar machen

5Bilder

Salzburger Studentinnen kämpfen um mehr Aufmerksamkeit für das
Thema „Moderne Sklaverei in Europa“ – Vernissage am 8.März

Salzburg. Die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage hat die beiden Salzburger Studentinnen Kristina Jund (26) und Julia De Haney (26) dazu inspiriert, sich künstlerisch mit dem Thema „Moderne Sklaverei in Europa“ auseinanderzusetzen. Das zweiteilige, crossmediale Projekt mit dem Titel „Light up the Dark“ entstand im Rahmen ihres Masterabschlussprojektes und besteht aus einer Infoveranstaltung mit anschließender Plakatkampagne. Die Veranstaltung vereint in ihrem Programm Unterhaltung, Design und Aufklärungsarbeit zu den Themen Arbeitsausbeutung und Zwangsprostitution in Europa. Die Vernissage findet am 8. März – dem diesjährigen Weltfrauentag - um 17 Uhr im Atelier /// in Hallein/Salzburg (Bürgerspitalplatz 2, 5400 Hallein) statt.

Moderne Sklaverei ist ein Verbrechen, welches versteckt unter uns passiert. Niemand sieht etwas oder will etwas sehen, niemand weiß etwas bzw. will etwas wissen. Fakt ist, dass das Thema nur wenig Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Politik findet. Menschenhandel gilt als die weltweit am schnellsten wachsende und profitabelste Kriminalität. Nach Schätzungen der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) werden in Europa jährlich knapp 32 Milliarden Euro durch Menschenhandel verdient. Die Nachfrage nach billigen Arbeitskräften und sexuellen Dienstleistungen ist heute groß – Tendenz stark steigend. Österreich erfreut sich aufgrund seiner zentralen Lage in Europa bei Menschenhändlern besonderer Beliebtheit und ist aufgrund der vielen angrenzenden Länder – insbesondere Osteuropa – ein beliebtes Transit- und Zielland. Jährlich gibt es in Österreich ca. 350 identifizierte Fälle von Menschenhandel, wobei die Dunkelziffer noch weit darüber liegt. Mit dem Projekt „Light up the Dark“ greifen die beiden Studentinnen eine der größten
Herausforderungen der heutigen Zeit auf und möchten dabei Bewusstsein für das Thema Menschenrechte schaffen.

Im Fokus der Veranstaltung steht die Präsentation der Plakatkampagne, die auch im öffentlichen Raum Salzburg mit der Unterstützung von Progress platziert werden soll. Die ausgearbeitete Kampagne wird mit Hilfe von Tag- und Nacht Backlit-Plakaten umgesetzt und beleuchtet das politische und gesellschaftskritische Thema der modernen Sklaverei in Europa. Zu Gast auf der Veranstaltung sind die Poetry Slammerinnen Adina Wilcke und Kerstin Neuhaus, sowie die Non-Profit Organisationen „lightup“ und „Solwodi“. Durch die Zusammenarbeit mit der Organisation „lightup“ (Wien & München) besteht die Überlegung, die Plakatkampagne städteübergreifend auszubauen, um dadurch zusätzliche Reichweite für das Thema zu schaffen. Daneben sollen Spenden für die oben genannten Hilfsorganisationen generiert werden, die für zukünftig anstehende Projekte und Aufklärungsarbeiten in den Bereichen Menschenhandel und Zwangsprostitution eingesetzt werden. Ganz nach dem Zitat des Schweizer Malers Paul Klee „Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar,“ ist es den Studentinnen ein Anliegen, mit ihrem Projekt zur gesellschaftlichen Aufklärung der modernen Sklaverei beizutragen. Neben der Vernissage am Sonntag ist das Atelier /// am Montag den 09.03.2020 von 16:00 bis 20:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Kristina Jund
Weiserstraße 6
5020 Salzburg
Telefon: +49 1725850608
E-Mail: krissyjund@gmail.com

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen