Einkaufserlebnisse - Ein Leserkommentar
Hören Sie noch ganze Sätze oder sagen Sie selber "nix verstehen!"

                                        Bitte12abdanke1234            Nichts verstehen

Was halten „Sie“ davon? Es hat sich genauso abgespielt, nichts ist erfunden:
Vor einigen Tagen war ich in einem Supermarkt, zu dem ich nur fahre, wenn ich die Minus 25 %-Pickerl habe, außerdem ist dort das laktosefreie Sortiment besser aufgestellt.
Ich ging meine Liste durch, manchmal mache ich das geistig, meistens doch mit Zettel, da ich oft wieder was vergesse. Es gingen mir noch die Strümpfe ab. Immer sage ich Strümpfe, obwohl ich eigentlich eine Strumpfhose meine und schwirrte in den Gängen herum und fand sie nicht. So ein Supermarkt müsste doch solche Sachen haben, dachte ich mir. Also fragte ich einen – durch sein Outfit gekennzeichneten - Herrn, der gerade mit Einschlichten beschäftigt war.
Jener Mann schaute mich ungläubig an und sagte: „Strümpfe, was ist das, das Wort kenne ich nicht!“
Ich glaubte zuerst er mache einen Scherz und fragte ihn: “ Ist ein Scherz oder?“ Doch er verneinte und meinte, er habe das Wort noch nie gehört. Ich erweiterte dann den Begriff auf „Strumpfhosen“, da lachte er wieder und sagte, nein, kenne er nicht, er sei ein Mann!!
Daraufhin ich: „Das gibt es doch nicht!“, dann bemerkte der Herr, dass ich eher verärgert war und er bemüßigte sich eine „Kollega“ zu fragen. Der Mann hatte einen Akzent, sprach aber die Sätze in gutem Deutsch. Also rannte ich hinter ihm her und er fand auch eine gerade einschlichtende Kollegin und fragte sie um „Strümpfe“. Sogar sie dachte 1 Sekunde nach, ob sie das Wort richtig verstanden hatte und sagte dann: „Bei Damenhygiene in der Gang“. Der Mann, der das Wort Strümpfe bzw Strumpfhosen nicht kannte, rannte in Riesenschritten vor mir her zu dem benannten Gang und als ich die Strümpfe und Strumpfhosen sah, zeigte ich mit der Hand hin mit der Bemerkung: „Das sind Strümpfe und Strumpfhosen!“ Wobei der Mann wieder lachte und meinte: „Ich bin ein Mann, chabe ich wieder ein neues Wort gelernt!“ Ich weiß nicht mehr, ob ich daraufhin lächelte oder ärgerlich vor mich hinsah, was dann eher meiner Natur entspricht. Jedenfalls bedankte ich mich höflich bei ihm, da er ja immerhin eine „Kollega“ gefragt und sich sehr bemüht hat mir zu helfen. Nur innerlich war ich stocksauer. Das ist ja wohl die Höhe.
Der Mann kam mir nicht vor, so, wie er aussah, dass er mit Strümpfen oder mit einer Strumpfhose noch nie in Berührung gekommen sei! Über diese „Vorstellung“ musste ich innerlich zumindest auflachen. Daheim angekommen war ich immer noch perplex!

Ähnlich erging es mir im selben Supermarkt einige Monate davor:
Eine Verkäuferin, die im Supermarkt drinnen einen Stand mit Halbfertig-Produkten betreute fragte ich um eine gängige Obstart, die ich nicht fand. Sie schüttelte den Kopf, zuckte die Schultern und sagte: „Nicht verstehen, fragen..“ Sie wollte anscheinend eine Kollegin herholen, oder sie wollte mir zu verstehen geben, dass ich eine andere Kollegin fragen sollte.

So klapperte ich beim Obst nochmals alles ab und sah schließlich meine gewünschte Obstsorte, die ich vorhin übersah. Ich ging zu der „Verkäuferin“ hin und zeigte ihr das Obst und sagte dazu: „Ich habe es gefunden, das ist es, danke!“ Die Angestellte zuckte wieder mit den Schultern und sagte…“fragen“. Ich zeigte nochmals auf das Obst und sagte ganz langsam und in verständlichem Deutsch: „Das ist das Obst, welches ich gesucht habe, ich möchte es Ihnen nur noch zeigen, damit Sie es das nächste Mal wissen, wenn jemand danach fragt!“ Und daraufhin erwiderte sie wieder: „Nichts verstehen, fragen…" und hob wieder ihre Schultern hoch. Sie glaubte wahrscheinlich immer noch, dass ich sie nochmals  befragte, ob dies das Obst sei, wonach ich suchte..!

Daraufhin war ich irgendwie verzweifelt und konnte es nicht fassen, dass sie das nicht verstand und suchte nach dem Geschäftsführer, der nach 5 Min Warten kam. Auch ein Herr mit Akzent und jener meinte auf meine Beschwerde hin, dass hier die Verkäuferin nicht Deutsch verstehe und das ja wohl nicht im Verkauf sein solle…!: „Die Frau kann noch nicht gut Deutsch, sie geht aber in Kurse und überhaupt bin ich froh, dass wir jemand haben, der generell gerne arbeitet. Es ist nämlich derart schwierig und fast unmöglich "ausgebildetes" Personal zu bekommen u ich entschuldige mich für das mangelhafte Deutsch meiner Mitarbeiterin.“
Ich gab dem Leiter des Supermarktes noch zu verstehen, dass ich auf keinen Fall wollte, dass die Mitarbeiterin geschimpft werden würde, sondern nur zu baldigem vermehrtem Deutschlernen angespornt werden sollte.
Ich ging kopfschüttelnd aus dem Supermarkt.

Sie werden sicher selber mittlerweile beim Einkaufen bemerkt haben, dass in den meisten Supermärkten an der Kasse, hinter der Verkaufsbudel schon selten Einheimische bedienen. Ich möchte aber betonen:
Es sind die meisten Verkäuferinnen und Verkäufer mit Migrationshintergrund zuvorkommend und kennen sich im Sortiment aus, aber solche Vorkommnisse bringen mich schon zu der Erkenntnis – wie in einer TV-Werbung zu sehen ist - dass man „der Wurst“ hört anstatt „die Wurst“ und dergleichen mehr, was manchmal schon in den Ohren schmerzt.

Vor 2 Tagen wollte ich in einem anderen Markt „Tortenspitzen“ kaufen und fragte eine Verkäuferin, wo sie wären. Die junge Frau antwortete mir mit einem Akzent: „Was ist das?“ Ich erklärte es ihr und sie ging fragen. Von Weitem sah ich, nachdem sie nicht mehr gleich wiederkam, wie sie neben einem offensichtlich auch ratlosen jungen Kollegen einen Tortenboden in der Hand hatte – und da ich um die Ecke lugte – sie mir den Tortenboden zeigte. Ich schüttelte etwas genervt den Kopf, worauf der junge Mann zu mir kam. Ich erklärte nun ihm, was ich mit Tortenspitzen meinte u bemerkte auch bei ihm einen Akzent. Jener junge Mann hatte nach meiner Erklärung den Anschein als wüsste er, was ich meinte und erwähnte - währenddessen wir um ein paar Gänge gingen - dass alle hier neu wären. Der fündige Verkäufer übergab mir schließlich die Tortenspitzen. In diesem Geschäft hatten tatsächlich "alle" Verkäuferinnen und Verkäufer Migrationshintergrund.

Überhaupt höre ich beim Einkaufen in Handelsfilialen fast nur mehr Wortfragmente mit Akzent, wie zB:
„Billa Kart?“, „Jö Kart?“, “Vorn, der Regal is da Butta“. „Challo“ ist sowieso fast nur mehr Standardbegrüßung und wir haben doch mehr Möglichkeiten, wie zB: Guten Morgen, grüß Gott, grüß‘ Sie Gott, schönen Nachmittag, (Mahlzeit falls es passt), guten Abend, schönen Abend, schönen Feiertag, auf Wiedersehen....!

Es reichen im Grunde schon die Verkürzungen und Vermischungen von Deutsch, Englisch und Umgangssprache in den sozialen Medien, in denen ganze Sätze rar sind. In den meisten Mittelschulen sind bereits 80 % MigrantenInnen-Kinder. Das Niveau der Bewertung für Deutscharbeiten hat dadurch sehr sehr nachgelassen. Ich konnte mich selber davon inform von Nachhilfestunden für eine Schülerin mit Migrationshintergrund überzeugen.

Und wenn mich dann noch in einer Apotheke eine junge Frau mit Hijab mit sehr gutem Deutsch bedient, bin ich völlig irritiert. Es ist einfach nicht unser Frauenbild, das sich mir hier präsentiert. Unsere Mütter, Großmütter und deren Mütter mussten für uns viele Jahrzehnte kämpfen, um dem Patriarchat Paroli zu bieten und Freiheiten zu bekommen. Dann bedient mich in größter Hitze eine junge Frau mit Hijab und langen Hosen samt Überkleid! Sicher freundlich in der Art, aber ich kann es irgendwie nicht glauben, dass sie dies tatsächlich freiwillig trägt und nicht um der alten Patriarchen willen, die das in ihrem Ursprungsland über die Jahrhunderte als ihr Mannesrecht ansahen und dies immer noch als Allahs Wille predigen!

Eine kleine Beobachtung am Rande: „Ich war unlängst im Zoo. Es war drückend heiß. Vor mir ging ein Mann, offensichtlich aus dem arabischen Raum, jedoch in knielanger Hose und kurzärmligem Hemd. Seine Frau etwas dahinter trug "die Burka"(welche eigentlich schon durch das Vermummungsverbot gar nicht hierher gehört).  Da war ich als moderne Europäerin außer mir und konnte es nicht fassen...!“

Es ist klar, dass wir die mittlerweile hier geborenen oder in die Schule gehenden jungen Menschen mit Migrationshintergrund in alle Berufe integrieren müssen, das ist auch wichtig und richtig! Nur gibt es auch in allen anderen Altersgruppen Menschen mit Migrationshintergrund, die in die Arbeitswelt eingetaucht sind und zumeist im Handel Fuß fassen konnten oder können. Nur befürchte ich dadurch in der Kommunikation ein Verschwinden unserer Grammatik, der ganzen Sätze und überhaupt unserer schönen Sprache. Es gibt aber natürlich auch Studierende mit Migrationshintergrund, die ein sehr schönes Deutsch haben, oft ein besseres als Einheimische.

Es kommt auch öfters vor - im Zusammenleben zB in einem Mehrparteienhaus, gemischt mit Familien mit Migrationshintergrund - dass ein hohes Maß an Toleranz von den anderen MitbewohnernInnen gefordert wird, zB bezogen auf Lärm spät in der Nacht (vornehmlich freitags oft noch um 1h Lärmen im Stiegenhaus) oder das zumeist überhaupt nicht vorhandene Umweltbewusstsein, und manchmal sind es auch ganz andere Gerüche, die unangenehm und eine Herausforderung sind. Von den vielen Schuhen vor den Wohnungstüren nicht zu sprechen, auch wenn dies durch die Hausgenossenschaft aufgrund von feuerpolizeilichen Maßnahmen untersagt ist.

Ich möchte aber eines noch klarstellen:
Ich bin absolut keine FPÖ-Wählerin! Es gibt nur Dinge, die eben auch einmal gesagt werden müssen, da nicht immer nur alles schöngeredet werden kann und soll und man deshalb keine von den Rechten ist. Die unterschiedliche kulturelle Erziehung bringt einfach ganz andere Verhaltensweisen mit sich. Integration ist leicht gesagt, das tatsächliche Zusammenleben ist oft etwas anderes!

Ich kann den Kindern (und nicht nur den Kindern) aus Familien mit Migrationshintergrund nur eine gute Ausbildung mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen nahelegen und für ihre tradierten Religionsmuster gelockerte Regeln seitens ihrer männlich dominierenden Familienmitglieder erhoffen.

Meinung/Kommentar von Sieglinde Walin

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