Mozarts Oper
Jede mit jedem – die Liebe als lockeres Spiel

Shahar Lavi und Gustavo Quaresma gehen einander in der Oper fremd.
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  • Shahar Lavi und Gustavo Quaresma gehen einander in der Oper fremd.
  • Foto: Salzburger Landestheater/Anna-Maria Löffelberger
  • hochgeladen von Sabrina Moriggl

"Così fan tutte" zeigt als Kömodie den Zerfall der Moral und trifft den Geist der Zeit und der Gesellschaft.

SALZBURG (sm). Weder Freundschaft noch die Liebe geht als Sieger bei dieser Oper hervor – verloren haben alle. Doch zum Glück ist es eine Komödie und die Tatsache, dass die beiden Freunde Ferrando und Guglielmo sich gegenseitig – als Test angedacht – die Frauen ausspannen, wird nicht so ernst genommen.

High-School-Musical

Bettina Richter zeigt sich für die Ausstattung verantwortlich und versetzt das Stück an einen amerikanischen Uni-Campus, wo die beiden Instagrammer und Social-Media besessenen Schwestern ihre Footballfreunde anschmachten, von denen sie hinters Licht geführt werden. Das Setting erinnert an eine gute Mischung aus "Grease" und ist gespickt mit aktuellen Medien. Influencer, Hipster und Merkel werden ebenso wie Dr. House mit seiner Differentialdiagnose augenzwinkernd auf den Arm genommen.

Blühende Melodien

Beschwingt zeigt sich die Oper und sorgt für ein Lächeln. Man mag darüber hinwegsehen, dass die Frauen hier als Übel dienen. Heutzutage könnte Despina eine selbstbestimmte Frau sein, aber Mozart zeigt sie als Teufelin.

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